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Die Deutsche Post tritt Gerüchten entgegen : „Schließung der Post steht nicht zur Debatte“

Die Deutsche Post tritt Gerüchten entgegen : „Schließung der Post steht nicht zur Debatte“

Die Dudweiler Filiale in der Saarbrücker Straße zieht allerdings um, weil die Postbank sich aus dem Stadtbezirk zurückzieht.

„Die Fußgängerzone droht noch mehr zu einer ‚Geisterstraße‘ zu mutieren“, formuliert Mirko Welsch überspitzt. Der SZ-Leser, der auch in der Kommunalpolitik engagiert ist, weist darauf hin, dass sich in der Ortsmitte von Dudweiler etwas ändern könnte: Laut seinen Informationen droht die Schließung der Post-Filiale in der Saarbrücker Straße Ende Mai. Darüber hinaus stehe der Umzug eines weiteren Geschäftes an. „Wenn jetzt weitere Laufkundschaft wegbricht, droht die Fußgängerzone komplett zu veröden und Dudweiler seine Attraktivität deutlich zu verlieren“, meint Welsch.

Dass die Poststelle zum oben genannten Zeitpunkt schließt, war bisher auch der Kenntnisstand von Bezirksbürgermeister Reiner Schwarz. Zudem sei das Unternehmen bereits auf Suche nach einer Partnerfiliale bei den Gewerbetreibenden im Umfeld. Nachdem die Deutsche Post AG (DP) den Bezirksrat schriftlich über die Schließung informierte, hatte er Kontakt mit der zuständigen Stelle aufgenommen. Nun gibt heute, Donnerstag, ein DP-Mitarbeiter einen „Sachstandsbericht zu Änderungen im Filialnetz in Saarbrücken“ ab. Bernd Dietrich („Regionaler Politikbeauftragter“) besucht die Sitzung des Bezirksrates, die ab 16.30 Uhr im Sitzungszimmer des Bürgerhauses stattfindet.

Es sei wohl die Postbank, so Schwarz, die ihr dort integriertes Center aufgeben möchte. „Meines Erachtens nach müsste die Filiale aber bleiben“, fügt er noch hinzu. Denn seiner Beobachtung nach ist dort immer reichlich Betrieb, wodurch oftmals sogar Wartezeiten entstünden. Seinem Empfinden nach übernehmen die dort angestellten Postbank-Mitarbeiter generell mehr reguläre Post-Arbeiten als sie Zeit für Postbank-Geschäfte aufwendeten. Wie er weiter erzählt, werde auch schon länger versucht, das Anwesen zu veräußern. Dies könne man immer wieder auf Immobilien-Portalen nachlesen. Mit dem Gedanken der Aufgabe des Gebäudes könne er sich nicht anfreunden.

„Für uns steht eine Schließung der Filiale in Dudweiler nicht zur Debatte“, beruhigt DP-Pressesprecher Stefan Heß in dieser Angelegenheit. Auf SZ-Anfrage erklärt er, dass es tatsächlich so sei, dass das Postbank-Finanzcenter die Filiale schließe und somit auch die Deutsche Post aus dem Gebäude raus müsse. „Dies ist eine Unternehmensentscheidung der Postbank“, so Heß, der hinzufügt, dass dies ein Tochterunternehmen der Deutschen Bank sei. Man arbeite jedoch an einer nahtlosen Nachfolgelösung und sei optimistisch, diese in Kürze präsentieren zu können. Man wolle auf jeden Fall in der Nähe bleiben.

Vonseiten der Postbank teilt Iris Laduch-Reichelt, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, mit: „Wie alle Banken beobachtet auch die Postbank, dass sich der Markt sowie das Verhalten unserer Kunden in Zeiten der Digitalisierung verändern. Hierauf stellen wir uns unter anderem dadurch ein, dass wir unterschiedliche neue Filial-Formate mit differenzierten Produkt- und Serviceangeboten entwickeln. Zudem überprüfen wir kontinuierlich unser Filialnetz hinsichtlich seiner Wirtschaftlichkeit und Optimierungsmöglichkeiten.“ Deswegen habe die Postbank beschlossen, die Filiale in Dudweiler im Laufe der ersten Jahreshälfte zu schließen, sagt sie weiter.

Ein genauer Schließungstermin stehe aktuell jedoch noch nicht fest. Das Angebot an Post- und Paketdienstleistungen bleibe vor Ort jedoch auch in Zukunft bestehen und soll „durch unseren Kooperationspartner Deutsche Post sichergestellt sein.“