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Schlagerboom mit Florian Silbereisen: Eric Philippi aus Saarland begeistert

Junger Saarländer feiert an der Seite der Old-Stars : Großer Auftritt beim Schlagerboom – so begeistert Eric Philippi die Massen bei Silbereisen-Show (mit Video)

Nach dem Sieg bei der Schlager-Challenge der ARD geht es für den jungen Saarländer von einem Auftritt zum nächsten. Am Samstag sahen ihn Tausende in der Westfalenhalle und Millionen am Bildschirm. Mit diesem Song begeisterte er die Fans.

Partystimmung in der dicht gedrängten Dortmunder Westfalenhalle wie in den Zeiten vor der Corona-Pandemie: Zwei Jahre mussten die Fans auf eine Neuauflage der ARD-Show Schlagerbooom warten. Am Samstag, 23. Oktober, ging dann die Riesenparty wieder los.

Moderator Florian Silbereisen hatte schon Tage zuvor mit Einspielern im Ersten auf die Sendung hingewiesen und kündigte die Stars der Schlagerszene an. Darunter Altbekannte wie Howard Carpendale und Andreas Gabalier. Aber auch Rockröhre Bonnie Tyler ist offensichtlich mittlerweile zur Schlagerikone avanciert und hatte ihren Auftritt. Weitere Promis, die zum Mikro griffen: der schreibende sowie wandernde Comedian und Showmaster Hape Kerkeling und die nordische Ulknudel Otto Waalkes.

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Schlagersänger aus dem Saarland

 Mit dem Schriftzug seines Vornamens auf der Bühne: Eric Philippi in der Westfalenhalle bei seinem Auftritt.
Mit dem Schriftzug seines Vornamens auf der Bühne: Eric Philippi in der Westfalenhalle bei seinem Auftritt. Foto: ARD (MDR/RB/WDR)/Screenshot Matthias Zimmermann/hgn

Und noch jemand hatte einen großen Auftritt: Eric Philippi. Der saarländische Newcomer am Schlagerhimmel schmetterte mit viel Bariton-Timbre sein „Ein letzter Kuss“ den zumeist weiblichen Fans in den vorderen Reihen zu. Immer wieder fingen die Kameras Besucherinnen ein, die offensichtlich textsicher sein Liedchen mitträllerten.

Doch beim Gesang blieb es nicht: Wie zuletzt bei anderen Auftritten üblich, griff er zur Trompete und schmetterte in den Sangespausen seine Melodien in die Massen. Damit unterstrich er seine breit aufgestellte instrumentale Entwicklung, die bereits als Kind eingesetzt habe. Wie Philippi in Interviews mehrfach betonte, sei er in einer musikalischen Familie großgeworden. So spiele er neben Trompete noch Gitarre und Klavier. In seinem quietschbunten Video zur Single „Schockverliebt“ und der Reimzeile “Ich hab' Dich nicht mehr aus dem Kopf gekriegt“  tritt er hinter sich selbst gleich vierfach als Trompetenspieler auf.

In Dortmund wetzte er stets athletisch von einem Ende der Bühne zur anderen, als wollte er an diesem Abend irgendwie jedem seiner Zuhörer einmal richtig nahe sein. Zwischen den vier weißen Buchstaben seines Vornamens, die mannshoch auf der Laufsteg ähnlichen Auftrittsfläche wie willkürlich positioniert waren. Dann blickte er wieder träumerisch, mit einem leichten Schlafzimmerblick in die um ihn herumschwenkenden Kameras und zeigte immer wieder sehr bestimmend auf sie, als würde er den Zuschauer vor der Mattscheibe ganz persönlich ansprechen wollen. Die bekannten Gesten des Schlagers.

Tosender Applaus der abertausenden Besucher war ihm gewiss. Wie den übrigen Lieblingen auf der Bühne, die von den Schlageranhängern enthusiastisch gefeiert wurden. Schunkelnd, mit Bier gefüllten Plastikbechern in der einen Hand, winkten andere ihrem Herzensbrecher zu.

Silbereisen hatte in der Ankündigung zu dieser Show nicht zu viel versprochen: „Alles funkelt! Alles glitzert!“ hieß es in der Unterzeile zu diesem Programm. Und in der Tat zuckten laufend Lichtkegel durch die riesige, dunkle Halle. Im britischen Fernsehen wäre wohl kurz vor Beginn, wie gesetzlich vorgeschrieben, an manchen Stellen ein Warnhinweis für Epileptiker eingeblendet worden.

Eric Philippi hatte im September beim TV-Wettbewerb Schlager-Challenge, die ebenfalls in der ARD ausgestrahlt wurde, den ersten Platz erzielt. Der 24-Jährige setzte sich dabei im Finale gegen seine Konkurrentin Romy Kirsch nach einer holprigen Punktevergabe durch. Hier musste Silbereisen einschreiten, der diese Show ebenso moderierte. Das alles konnte aber nichts daran ändern, dass der Kfz-Mechatroniker unter Freudentränen seine Siegestrophäe entgegennahm und gleich im Anschluss seine erste eigene Sendung im MDR genauso tränenreich präsentierte.