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AKK in Neuweiler zu Gast: Scharfe Messer und Polit-Prominenz

AKK in Neuweiler zu Gast : Scharfe Messer und Polit-Prominenz

Nein, als reine Wahlkampfveranstaltung wollte die Ministerpräsidentin ihren Besuch in Neuweiler am Dienstagmittag nicht verstanden wissen. Immerhin verbinde sie mit dem Sulzbacher Stadtteil auch persönliche Erfahrungen. Nicht nur habe sich Annegret Kramp-Karrenbauer in dem kleinen Örtchen mit den vielen Einbahnstraßen anfangs immer verfahren, wie sie nach ihrem Grußwort schmunzelnd erzählte. Einer ihrer Söhne kickte einst im örtlichen Fußballverein als Torwart. Auch wenn es für die große Karriere nicht reichte: „Ich habe von zu Hause aus immer die Daumen gedrückt“, so die Chefin der Landesregierung.

Nach alter Tradition bekam sie einen Blumenstrauß überreicht. Dieses Jahr war Mila Petak dran, deren Onkel Christoph bereits Werner Zeyer, den früheren Ministerpräsidenten, zu dessen Amtszeit einen Strauß überreicht hatte. Der Auftritt von „AKK“ war sicherlich ein Hauptgrund, weswegen trotz des bescheidenen Wetters der Sternplatz in der Ortsmitte gut gefüllt war.  So trafen sich zur Veranstaltung „Feuer und Flamme für Neuweiler“, zu der die örtliche CDU eingeladen hatte, alte Parteigefährten und neutrale Besucher. Am Imbissstand amüsierte man sich darüber, dass es trotz der Parteifarbe schwarz auch „rote“ Würstchen gab.

Richtig hart am Werkeln war Günter Leidinger. Der Scherenschleifer aus Lautzkirchen brachte stumpfe Messer und weiteres Schneidewerkzeug wieder auf Vordermann. Yvonne Comont-Kirsch beispielsweise, die „gerade um die Ecke“ wohnt, hatte ihm zwei Messer zum Schärfen gegeben. Diese habe sie auch nicht extra aus dem Keller geholt, sondern sie seien noch immer regelmäßig im Einsatz.  Mehr als 100 Messer und Scheren dürfte Leidinger an dem Tag scharf gemacht haben, wie er schätzt. Mit Schleifblättern unterschiedlicher Körnung machte er die Klingen wieder fit für den Schnitt.

Es war die 5. Veranstaltung ihrer Art, wie der Ortsvorsitzende Uwe Frank erzählte. Absichtlich sei das Fest in die Wochenmitte gelegt worden, denn: „Samstags feiern kann jeder.“ Als der Schirmherr, der Bundestagsabgeordnete Markus Uhl, feststellte, dass er das Messer für das Schleifen vergessen hatte, gab ihm Uwe Frank noch einen Tipp: Wenn man lange genug im Deutschen Bundestag sitze, solle man einfach mal seinen Rücken absuchen – „Irgendwo steckt da immer eins“.