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Saarland will Nitrat-Messstellen nicht prüfen

Streit um Düngebeschränkungen : Land will Nitrat-Messung nicht prüfen

Im Streit um Düngebeschränkungen für Bauern sieht das Saarland keinen Anlass, seine Messstellen zu überprüfen. „Wir haben korrekte Messstellen“, teilte das Umweltministerium mit.

Die Daten würden von zertifizierten Probenehmern erhoben, die Analyse erfolge über zertifizierte Labors. Wenn zwei oder mehr Messstellen eine Überschreitung des Nitratwerts in einem Gebiet feststellten, würde dieses auch als „rotes Gebiet“ bestimmt. Im Saarland gebe es zwei rote Zonen, in denen die landwirtschaftliche Herkunft des Nitrats ursächlich für die Überschreitung sei. Bei Münzigen/Faha und bei Altforweiler würden die Grenzwerte aber nur knapp überschritten. „Wir haben kein Problem damit, das Messverfahren zu vereinheitlichen, um diese Debatte zu beenden“, sagte Umweltminister Reinhold Jost (SPD). Bedingung sei aber, dass sich das Verfahren nach dem Stand der Technik richte. Sollte das allerdings nur gefordert werden, „weil man die EU letztlich hinters Licht führen will, erweist man dem Land einen Bärendienst“. Die EU-Kommission hat Deutschland wegen zu hoher Nitratwerte im Grundwasser beim EU-Gerichtshof verklagt. Bauern sehen sich wegen nun verschärfter Düngebeschränkungen in ihrer Existenz bedroht