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Saarland: Trickbetrüger in Sankt Ingbert, Kirkel und Homburg

Wieder neue Fälle in Sankt Ingbert, Kirkel und Homburg : Die Polizei warnt vor fiesen Trickbetrügern im Saarland

Neue gemeine Masche: Die Saar-Polizei hat vor betrügerischen Anrufen gewarnt und gibt Tipps, wie Sie sich vor solchen Trickbetrügern schützen können.

In Sankt Ingbert, Kirkel und Homburg sind Senioren am Donnerstag, 8. Juli, am Telefon überrumpelt und um ihr Bargeld gebracht worden, teilte das Landespolizeipräsidium Saarland mit.

„Die Hilfsbereitschaft einer 81-jährige Frau in Sankt Ingbert sowie zweier betagter Ehepaare in Kirkel und Homburg nutzten die Betrüger gestern Nachmittag schamlos aus und erbeuteten insgesamt einen hohen fünfstelligen Betrag sowie wertvollen Schmuck“, erklärte die Polizei.

Unbekannte Anrufer, die sich als Polizeibeamte und Rechtsanwälte ausgaben, erzählten den ahnungslosen Opfern in allen drei Fällen von schweren Verkehrsunfällen mit tödlichen Folgen, die von nahen Verwandten verursacht worden seien. „In einem Fall gab sich der Anrufer sogar als Sohn des kontaktierten Ehepaares aus“, teilte die Polizei weiter mit. Zur Begleichung der fälligen Kaution sei ein hoher Geldbetrag erforderlich, so die Forderung.

In der Folge übergaben die Betrogenen den geforderten Betrag in bar sowie in Form von wertvollem Schmuck. In einem Fall wurde die Summe per Echtzeitüberweisung auf ein übermitteltes Konto überwiesen. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Die bekanntesten Formen des Telefonbetruges sind laut Angaben der Polizei der Enkeltrick, der falsche Polizist und das falsche Gewinnversprechen. Das rät die Polizei:

Tipp 1: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, machen Sie keine Zusagen und legen Sie auf, wenn Ihnen etwas merkwürdig erscheint oder Sie die Person am Telefon nicht kennen. Sprechen Sie mit Fremden am Telefon nicht über Persönliches und/oder Finanzielles.

 Tipp 2: Geben Sie keinem Unbekannten Geld oder Wertgegenstände, auch nicht für angebliche Familienmitglieder oder Freunde. Machen Sie sich bewusst: Wenn Sie nicht an einer Lotterie teilgenommen haben, können Sie auch nichts gewonnen haben.

Tipp 3: Verraten Sie niemals Aufbewahrungsorte von Wertgegenständen und Geld. Kaufen/Unterschreiben Sie nichts an der Haustür.

Tipp 4: Lassen Sie keine  Fremden in die Wohnung. Verlangen Sie immer einen (Dienst)-Ausweis. Kommt Ihnen etwas merkwürdig vor, wählen Sie die 110.

Tipp 5: Bitten Sie Familienmitglieder und/oder Freunde um Rat, wenn Sie verunsichert sind.