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„Saarländische Narrenschau“ fällt wegen Corona aus

Fastnacht leidet unter Corona-Pandemie : „Saarländische Narrenschau“ fällt coronabedingt aus

Nach der traditionsreichen Fernsehsitzung der Karnevals-Gesellschaft „M’r sin nit so“ (wir berichteten) wurde nun auch die „Saarländische Narrenschau“ pandemiebedingt abgesagt

Nach der traditionsreichen Fernsehsitzung der Karnevals-Gesellschaft „M’r sin nit so“ (wir berichteten) wurde nun auch die „Saarländische Narrenschau“ pandemiebedingt abgesagt. Die Entscheidung habe der Verband Saarländischer Karnevalsvereine (VSK) gemeinsam mit dem Saarländischen Rundfunk (SR) getroffen, der die Veranstaltung überträgt, erklärt Vizepräsident Stefan Regert.

Der Verband hatte zunächst ein Alternativ-Konzept mit weniger Zuschauern und Hygiene-Regelungen entwickelt, doch angesichts der aktuellen Coronalage habe man schließlich keine Wahl gehabt. Hinzu komme, dass viele der ehrenamtlichen Akteure wie zum Beispiel die Tanzgruppen in den vergangenen Monaten nicht für ihre Auftritte proben konnten, so Regert weiter, der auch als Sitzungspräsident durch die „Narrenschau“ führt.

Dennoch wolle der VSK auch an Fastnacht 2021 „versuchen, das wichtige Kulturgut an der Saar aufrecht zu halten.“ So zeigt das SR Fernsehen am Montag, 8. Februar, ab 20.15 Uhr, also zu der Zeit, in der eigentlich die aktuelle Ausgabe gelaufen wären, ein Best-of-Zusammenschnitt der vergangenen elf Jahre. Die 180-minütige Sendung sei ein „kompletter Mix aus Bütt, Tanz und Gesang“, sagt Regert. Zu Beginn ist der Moderator auf der Coach zu sehen und lädt die TV-Zuschauer dazu ein, mit dem VSK Corona-gerecht Zuhause trotzdem ein bisschen Faasend zu feiern.

Zudem gibt es 2021 eine Neuerung: Eine digitale Streaming-Veranstaltung am Sonntag, 7. Februar, ab 17.33 Uhr, die eine „närrische Reise durch das Saarland und alle Regionalbezirke des VSK“ verspricht. Dabei sollen karnevalistische Highlights und die bekanntesten Akteure gezeigt werden. Zudem sind ein Quiz, ein Auftritt des Prinzenpaar des Jahres sowie einige Einspielfilme, unter anderem mit der Band „Die Konsorten“ geplant. Die Clips werden vorab in der leeren Industriekathedrale Alte Schmelz in St. Ingbert, also dem Ort, wo normalerweise die „Narrenschau“ vor 1100 Besuchern über die Bühne geht, aufgezeichnet.

In der Session 2021/22 hofft der VSK dann, wieder Vollgas geben zu können.