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Saarbrücker SPD gibt sich bei Neujahrsempfang streitbar

Kampfansage : Saarbrücker SPD gibt sich bei Neujahrsempfang streitbar

„Mit der SPD ist zu rechnen“, das ist die Botschaft, die SPD-Fraktionschef Mirko Bertucci am Freitagabend beim Neujahresempfang der Sozialdemokraten im Rathaus an die Bürger der Landeshauptstadt gerichtet hat.

Nach der Niederlage bei der Oberbürgermeisterwahl im vergangenen Jahr, als Uwe Conradt von der CDU Charlotte Britz (SPD) aus dem Amt gedrängt hat, habe die SPD wieder „voll losgelegt“. Die SPD stelle sich den Aufgaben Klimawandel, Digitalisierung und Urbanisierung. Besonderen Wert legte Bertucci auf die Förderung der Gemeinwesenarbeit, sie sei eine „unverzichtbare Arbeit für unsere Stadt“, die CDU verschleppe sie jedoch. Josefine Ortleb, direkt gewählte SPD-Bundestagsabgeordnete aus Saarbrücken, forderte Conradt auf „zu beweisen, dass er es schafft, Saarbrücken als lebens- und liebenswerte Stadt zu erhalten“. Die Gleichstellung von Mann und Frau, eines ihrer Herzensanliegen, sei eine „zentrale Gerechtigkeitsfrage der Gesellschaft“. Gerade alleinerziehende Mütter müssten mehr Chancen auf Teilhabe in der Gesellschaft bekommen, sagte Ortleb.

Im Rahmen des Neujahrsempfanges verlieh die SPD auch zum 27. Mal ihr „Kommunales Bügeleisen“. Diesmal ging es an die Praxis für Medizinische Grundversorgung für Wohnungslose. Dort arbeitet unter anderen ein ehrenamtliches Team von Ärztinnen und Ärzten und hilft Menschen, die keine Krankenversicherung haben. Drei Vertreter der Praxis waren zum Neujahrsempfang gekommen, um die Auszeichnung im Empfang zu nehmen: Sozialarbeiter Oliver John, Dr. Gisela Henner und Dr. Udo Bohr.