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Live-Musik im Café
Saarbrücker Cafés bieten Leckerbissen mit Live-Musik

Girgis Harfi und Christina Tsiakiris betreiben Cafés in Saarbrücken, in denen Jazz, Chansons und Klassik live dargeboten werden.
Girgis Harfi und Christina Tsiakiris betreiben Cafés in Saarbrücken, in denen Jazz, Chansons und Klassik live dargeboten werden. FOTO: Oliver Dietze
Saarbrücken. Im „Café de Paris“ im Nauwieser Viertel und im „Zucker und Zimt“in St. Arnual gibt es regelmäßig Konzerte. Von Oliver Sandmeyer

Gemeinsam haben beide, dass sie neben leckeren Gaumenfreuden auch regelmäßig Musik auf der Tageskarte stehen haben: Die beiden Saarbrücker Cafés, das „Café de Paris“ im Nauwieser Viertel sowie das „Zucker und Zimt“ in St. Arnual, freuen sich über ihren fünften respektive zehnten Geburtstag. Die einen haben bereits am 21. Oktober vergangenen Jahres gefeiert, für die anderen ist es erst am 1. Mai soweit: Ein schöner Anlass für die Betreiber zurückzuschauen.



„Bis vor vier Jahren war das ,Zucker und Zimt’ für mich ein Nebengeschäft. Eigentlich bin ich Architekt“, erzählt Girgis Harfi im Interview. „Aber manchmal arbeitete ich bis zu 100 Stunden in der Woche.“ Dass das auf Dauer nicht funktioniert, leuchtet ein. Harfi entschied sich für sein Café, hing den Architekten-Job an den Nagel. Jetzt führt er das Café mit seiner Frau und vier Angestellten. Dass es dort Live-Musik zu hören gibt, war nicht von Anfang an geplant. Mittlerweile stehen aber fast jeden Donnerstag Musiker verschiedener Genres auf der kleinen Bühne.

Für die studierte Musikerin Christina Tsiakiris aus dem „Café de Paris“ war der Live-Musik-Aspekt von Anfang an ein Baustein ihres Konzeptes für ihr Café, in dem abends fünf bis sechs Leute beschäftigt sind. Im vergangenen Jahr gingen in Tsiakiris‘ Café circa dreißig Veranstaltungen über die Bühne.

Rückblickend ist ihr besonders eine Geschichte in Erinnerung geblieben: der Auftritt vom Fernando Otero. „Der hatte damals bereits einen Latin-Grammy gewonnen und spielte ein grandioses Konzert auf dem damals neuen, hauseigenen Klavier.“ Dass er kurz darauf noch einen weiteren Grammy gewann, macht für Tsiakiris die Sache noch ein Stück weit besonderer.

Beide Cafés haben den musikalischen Schwerpunkt zwischen Chanson, Jazz und Klassik – Ausnahmen nicht ausgeschlossen. „Da kann es schon mal vorkommen, dass Künstler donnerstags im ,Zucker und Zimt’ auftreten und am Wochenende auf der Bühne des ,Café de Paris’ stehen“, stellen beide fest. Finanziert werden die Musiker in beiden Cafés per Hutsammlung und dabei – so haben beide die Erfahrung gemacht – knausert das Publikum gemeinhin nicht. Auch bei Harfi ist die Show einer Band im Gedächtnis geblieben: Als vor circa drei Jahren die A-cappella-Formation Les Brünettes im „Zucker und Zimt“ gastierte, hinterließ deren Auftritt bei allen Anwesenden einen derartigen Eindruck, dass mehr als vierhundert Euro im rundgereichten Hut landeten. Für qualitativ hochwertige Auftritte sorgen beide – auch in Zukunft. Im „Zucker und Zimt“ spielt am 11. Januar Jazzgitarrist Ivo Müller. Das „Café de Paris“ präsentiert am 26. Januar die Jazzsängerin Lisa Ströckens sowie am 27. Januar die Bluegrass-Band The Hatchetations.

Reservierung im „Zucker und Zimt“ unter Tel. (0681) 9 85 02 47.  Reservierung im „Café de Paris“  unter Tel. (0681) 95 81 83 48.