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Klinikum
Abdul kann endlich wieder lachen

Abdul mit dem Chefarzt der Klinik für Mund-, Kiefer-, und Gesichtschirurgie  Dr. Dr. Herbert Rodemer und Betreuerin Julia Veauthier
Abdul mit dem Chefarzt der Klinik für Mund-, Kiefer-, und Gesichtschirurgie Dr. Dr. Herbert Rodemer und Betreuerin Julia Veauthier FOTO: Klinikum
Saarbrücken. Der kleine Abdul aus Afghanistan kann endlich wieder lachen. Und der Sechsjährige hat auch allen Grund dazu. Als der Sechsjährige Ende August ins Klinikum Saarbrücken kam, war seine rechte Backe so geschwollen, dass er sein rechtes Auge nicht mehr öffnen konnte. red

Er hatte Schwierigkeiten beim Sprechen. Essen konnte er anfangs nur Brei. Die Diagnose: Eine sehr schmerzhafte Knochenmarksentzündung des rechten Unterkiefers mit einer eitrigen Fistel.


Der Junge war vom Friedensdorf Oberhausen, das sich seit über 40 Jahren für die medizinische Versorgung in Deutschland von Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten einsetzt, ins Klinikum Saarbrücken vermittelt worden. Abdul ist nicht das erste Kind, dem der Chefarzt der Klinik für Mund-, Kiefer-, und Gesichtschirurgie sowie Plastische Operationen des Klinikums Saarbrücken, Dr. Dr. Herbert Rodemer, geholfen hat.

Als der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg den Jungen das erste Mal untersuchte, fand er neben der eitrigen Fistel im Unterkiefer einen abgestorbenen Knochen, der das Kind beim Sprechen und Essen behinderte. Die Ursache für die Entzündung konnte nicht mehr festgestellt werden. Der Mediziner vermutet, dass es sich wohl um eine sogenannte Hämatogene Osteomyelitis handelt, bei der Keime über die Blutbahn von einem Entzündungsherd (z.B. Mandeln) in den Knochen gelangen und dort eine Entzündung hervorrufen. In einer Operation unter Vollnarkose wurden der abgestorbene Knochen sowie einige Zähne im rechten Unterkiefer entfernt. Eine Antibiotika-Therapie unterstützte diese Maßnahmen. Rodemer: „Darunter haben sich die Symptome rasch gebessert.“ Nach einem zweiwöchigen Aufenthalt im Klinikum Saarbrücken kam der Junge wieder ins Friedensdorf. Bevor er Anfang 2019 wieder in seine Heimat zurückkehrt, wird er noch einmal zur Abschlussuntersuchung ins Klinikum Saarbrücken kommen. Rodemer ist zuversichtlich, dass die Erkrankung vollkommen ausheilen wird und er keine weiteren Beeinträchtigungen davontragen wird. Das teilt das Klinikum Saarbrücken mit.