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Online-Umfrage: Zustimmung für Bettelverbot

Online-Umfrage : Zustimmung für Bettelverbot

Die Stadt Saarbrücken will die Innenstadt zu einer bettlerfreien Zone machen. In einer nicht-repräsentativen Umfrage haben sich 57 SZ-Leser zu ihren Wünschen für Völklingen geäußert.

Wir fragten unsere Leserinnen und Leser in einer nicht-repräsentativen Online-Umfrage, wie sie zu der geplanten bettlerfreien Zone in Saarbrücken stehen und ob sie sich ein ähnliches Verbot für Völklingen wünschen. 57 Menschen machten mit und beantworteten die Fragen zu ihrer Einstellung zum Verbot, ob der Einzelhandel von einem solchen profitiert, ob das Verbot die „soziale Kälte“ befeuert und ob die Leser sich von Bettlern bedroht fühlen. Weitgehende Einigkeit herrschte darüber, dass eine bettlerfreie Zone sinnvoll sei. Diese würde auch den Händlern helfen. Die meisten Befragten fühlten sich von Bettlern jedoch nicht bedroht.

Für ein Verbot sprachen sich von den 57 Teilnehmern 48 aus, was 84 Prozent der Befragten entspricht. 6, also 11 Prozent, sprachen sich gegen eine bettelfreie Zone aus. 3 Menschen, die restlichen fünf Prozent, standen dieser Frage unentschlossen gegenüber.

Ebenfalls eine deutliche Mehrheit findet, dass eine solche Zone den Einzelhandel unterstützt. 38 Leserinnen und Leser, und damit 67 Prozent, denken, dass der Einzelhandel von einer bettlerfreien Zone profitieren wird. 15 Menschen sind in diesem Punkt der gegenteiligen Ansicht, und denken, dass das Verbot keine positiven Auswirkungen für die Händler der Innenstadt bringen wird, was 26 Prozent der Umfrage-Teilnehmer entspricht. 4 Leserinnen und Leser, also sieben Prozent, zeigen sich bei dieser Frage unentschlossen.

Die Frage, ob das Vertreiben der Bettler aus der Innenstadt von „sozialer Kälte“ zeugt, beantworteten 16 Prozent und damit neun Umfrage-Teilnehmer mit Ja. 44 (77 Prozent) sind hier wiederum anderer Ansicht. Sie denken nicht, dass das Bettler-Verbot in der Innenstadt etwas mit „sozialer Kälte“ zu tun hat. Insgesamt vier Leserinnen und Leser kreuzten „weiß nicht“ an (sieben Prozent).

Bei der letzten Frage, ob sie sich von den Bettlern bedroht fühlen, antworteten 33 Prozent, und damit 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, mit „Ja“. 55 Prozent, 31 Leserinnen und Leser, sehen in den Bettlern der Stadt keine Gefahr. Der Rest von sieben Leserinnen und Lesern, zwölf Prozent, zeigte sich hier unentschlossen.

 Für bettelnde Menschen könnte die Saarbrücker Innenstadt bald zur Tabu-Zone werden.
Für bettelnde Menschen könnte die Saarbrücker Innenstadt bald zur Tabu-Zone werden. Foto: dpa/Carmen Jaspersen

Die Landeshauptstadt Saarbrücken plant eine bettlerfreie Zone von der Reichsstraße bis zum Obertor, in der Futterstraße, auf dem Rabbiner-Rülf Platz und auf der Alten Brücke. Um diese einzurichten, muss der Stadtrat nicht zustimmen, allerdings das saarländische Innenministerium.