Leserbriefe : Zu teuer für Familien

Freibadpreise

Nur weil der gemeine Deutsche nicht gleich auf die Straße rennt und gegen Preiserhöhungen demonstriert, muss man die jährlich steigenden Eintrittspreise gerade in Schwimmbädern nicht gutheißen oder diese durch steigende Ausgaben rechtfertigen. Ich kenne etliche Familien, die sich mittlerweile Schwimmbadbesuche nicht mehr leisten können und gerade Jahreskarten auch aufgrund der Wetterunbeständigkeiten meiden, was natürlich zu geringeren Einnahmen in den eh schon klammen städtischen Kassen führt. Und 4,20 Euro pro Person als angemessen zu bezeichnen, klingt wie Hohn in meinen Ohren!

Wie egoistisch muss man denn sein, das vermeintliche Wohlergehen seines Hundes über den Natur- und Tierschutz und das Leid anderer Tiere zu stellen? Tatsache ist, nicht nur die Schafe von Herrn Pfeiffer haben Qualen und Schaden erlitten, wir waren in den letzten Jahren schon alle betroffen, immer wieder kommt es zu Schäden an den Tieren und Weideeinrichtungen. Das Hetzen der Hunde entlang oder in den Weidezäunen führt oft zu Verletzungen oder setzt die Tiere unter Dauerstress, was im Ernstfall zu Fehlgeburten und anderem dauerhaftem Fehlverhalten führen kann. Diese Vorfälle haben im letzten Jahr zugenommen und sind letztendlich nicht zu vertreten. Hinzu kommt noch die Verunreinigung der gesamten Weideflächen durch Hundekot, der ja dann im Erntekreislauf als Heu nochmal in unseren Ställen zu finden ist. Betroffen davon sind auch Pferde-, Ziegen- und Rinderzüchter. Wie Herr Kessler aus Bliesransbach berichtet hat, leiden auch unsere Wildtiere sehr unter dem ständigen Druck freilaufender Hunde, oft müssen das Wildtiere mit dem Leben bezahlen. „Leben in der Biosphäre heißt auch gemeinsam nach Lösungen suchen.“ Liebe Hundebesitzer, die Lösung ist bereits vorhanden, haltet Euch an das saarländische Naturschutzgesetz und andere Verordnungen, dann sind alle Ungereimtheiten beseitigt.

Die Argumentation von Herrn Kessler folgt der Devise: „Wasch’ mich, aber mach mir den Pelz nicht nass.“ Die Gemeinde hat in den letzten Jahren große Anstrengungen, auch finanzielle, unternommen, um die Obere Saar für Gäste und Besucher attraktiv zu machen, siehe Saarland-Therme mit Wohnmobilpark, Glamping-Anlage, Blies-Grenz-Wanderweg. Nun da diese Anstrengungen allmählich Früchte zu tragen beginnen, will Herr Kessler die Besucher am liebsten wieder vertreiben, weil nicht alle Gäste Engel sind und dann auch noch ihre Hunde mitbringen, als gäbe es seiner Ansicht nach nicht schon zu viele hier in der Gemeinde. Alle diese Hunde haben aber Halter, die eben auch Wähler sind, sogar die einzigen, die für ihre Tiere Extra-Steuern zahlen und sich dafür nicht länger als verantwortungslos und kriminell hinstellen lassen wollen. Herr Kessler fordert ganz ungeniert in der Zeitung die Menschen dazu auf, einander zu denunzieren und die Vergehen mit Fotos zu dokumentieren, was gegen den Datenschutz verstößt und ganz allgemein ziemlich erschreckend ist. Wenn der Lebensraum der Wildtiere durch hohen Flächenverbrauch immer kleiner wird, müssen sie auf Futtersuche notgedrungen Straßen überqueren, wo es zu Verkehrsunfällen kommen kann, ohne dass Hunde daran schuld sind. Verschmutzung durch Hundekot ist in Anlagen und auf Gehwegen sehr ärgerlich und sollte nicht vorkommen. Verglichen mit den Bergen von Rossäpfeln zum am Bergwald und an der Therme, über die sich sonderbarerweise niemand aufregt, sind Hundehaufen Peanuts.

Neben dem Schutz historisch alter Waldstandorte ist der Schutz der vielen Menschen, die in der Nähe von Windkraftanlagen leben wichtig – vor Schall und dem nicht hörbaren Infraschall. Die Beeinträchtigung durch Lärm wird im Genehmigungsprozess nach wie vor mit einem vollkommen ungeeigneten Verfahren prognostiziert –  und damit niedriger vorausgesagt als er dann wirklich ist. Die Beeinträchtigung der Gesundheit durch Infraschall wird leider von den Behörden  vernachlässigt, obwohl ernst zu nehmende Untersuchungen aus dem angloamerikanischen Raum die Zusammenhänge zwischen Gesundheitsstörungen und Infraschall von Windkraftanlagen aufzeigen.

Die weitere Verfolgung der Planungsabsichten für den Wind-„Park“ Pfaffenkopf entgegen dem neuen Waldgesetz ist vollkommen unverständlich. Nicht ohne Grund weist der Burbacher Stadtverordnete Andreas Neumüller seit Jahren auf die Schönheit dieses Waldtales hin und warnt vor seiner Zerstörung durch eine ausgedehnte Windanlage. Selbst Ex-Ministerpräsident Reinhard Klimmt hat kürzlich bei einer Bergbau-Gedenkfeier in Von der Heydt-Kirschheck vor der Zerstörung dieses einmaligen Tales mit vielen Spuren und Erinnerungen  gewarnt.