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ZF Saarbrücken Standort Investitionen

ZF Saarbrücken weiht neues Verwaltungsgebäude ein. : ZF in Saarbrücken vergrößert sich

Das Unternehmen investiert auf dem Firmengelände 18 Millionen Euro und bekennt sich damit klar zum Standort Saarbrücken.

Schmuck sieht es aus, das neue Verwaltungsgebäude von ZF in Saarbrücken. Eine schlichte, funktionale Architektur,  die Eleganz ausstrahlt. Gestern  wurden das Gebäude und das  zugehörige Parkhaus offiziell eröffnet, und zwar termingerecht und ohne den Kostenrahmen zu sprengen, wie ZF betont.

18 Millionen Euro hat das Unternehmen in das Bauvorhaben investiert. Entstanden ist ein Bau mit drei Etagen und einer Gesamtfläche von mehr als 7000 Quadratmetern. Künftig werden hier rund 250 Angestellte arbeiten. Im Parkhaus ist nun Platz für 880 Autos, was die Parkplatzsituation deutlich entspannen dürfte. Der Saarbrücker Baudezernent Heiko Lukas geht davon aus, dass es „mit dem neuen Parkhaus und den zusätzlichen Anschlüssen vom Südring an die Hauptverkehrsadern gelingt, den Verkehr zu beruhigen“.

„Mit diesen Investitionen zeigen wir eindeutig, wie wichtig uns der Standort Saarbrücken heute ist und auch in Zukunft sein wird“, sagte ZF-Produktionsvorstand Michael Hankel bei der Einweihung. Die Vertreter der Politik, wie Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke, haben  es gerne gehört. Barke lobte dann auch das Engagement von ZF im Saarland: „Über dieses Signal freue ich mich sehr. Wir brauchen solche starken Unternehmen mit Visionen und Innovationspotenzial.“ Bei ZF in Saarbrücken arbeiten derzeit nach eigenen Angaben rund 8000 Mitarbeiter. Damit ist ZF der größte Arbeitgeber im Saarland.

Und der Standort boomt. Aktuell laufen in Saarbrücken nach Unternehmensangaben jährlich rund 2,5 Millionen Einheiten des 8-Gang-Getriebes vom Band. Das sind, so ZF, im Vergleich zum Produktionsvolumen von vor sechs Jahren 180 Prozent mehr.

Weltweit beschäftigt der Technologiekonzern, der auf Antriebs- und Fahrwerktechnik sowie Sicherheitstechnik spezialisiert ist, nach eigenen Angaben 137 000 Mitarbeiter. Diese sind an rund 230 Standorten in fast 40 Ländern im Einsatz. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 35,2 Milliarden Euro. Nach teilweise zweistelligen Wachstumsraten in der Vergangenheit ist man sich bei ZF aber bewusst, dass sich die Wachstumsrate künftig abflachen wird, was mit neuen Herausforderungen zusammenhängt. Neue gesetzliche Vorgaben, die es umzusetzen gilt, sind ein Thema genauso wie der Ausbau der Elektromobilität auf der Straße. Um sich für die Zukunft zu wappnen und weiter mit innovativen Produkten am Markt bestehen zu können, investiert ZF etwa sechs Prozent seines Umsatzes in Entwicklung und Forschung.