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Finanzen der Landeshauptstadt: Wie Saarbrücken die Friedhöfe erneuert

Finanzen der Landeshauptstadt : Wie Saarbrücken die Friedhöfe erneuert

Von Urnenwand bis Glockenturm: Seit 2017 läuft ein großes Sanierungs- und Neubauprogramm für die 22 Anlagen.

Die Stadt Saarbrücken hat 2017 rund 1,19 Millionen Euro in die 22 von ihr bewirtschafteten Friedhöfe investiert. Davon entfielen 510 700 Euro auf die Grabfelder, wie die Pressestelle weiter mitteilt. In Gebäude hat das Amt für Stadtgrün und Friedhöfe rund 687 000 Euro investiert. Außerdem seien alle Vorhaben behindertengerecht ausgeführt.

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz verwies auf neue Herausforderungen wegen der gewandelten Bestattungskultur. So würden Urnenbeisetzungen immer beliebter. Um weiter hochwertige Bestattungsflächen anbieten zu können, habe die Stadt Saarbrücken einen Friedhofsentwicklungsplan auf den Weg gebracht und investiere viel in die Ausstattung der Anlagen.

Für Wege, Kanäle und Wasserleitungen hat die Stadt rund 188 000 Euro ausgegeben. Das ist wichtig, um Grabfelder erstmalig oder wieder zu belegen. Außerdem hat das Amt für Stadtgrün und Friedhöfe einige Hauptwege erneuert.

Auf den Friedhöfen Gersweiler, Güdingen (alt), Bischmisheim und Dudweiler sowie auf dem Waldfriedhof Burbach entstehen neue Urnenwände. Die Arbeiten sind in Auftrag gegeben oder teilweise bereits erledigt. Die Kosten lagen 2017 bei rund 269 000 Euro.

Neue Urnengemeinschaftsanlagen gibt es seit 2017 in St. Arnual, St. Johann, Altenkessel, Gersweiler, Krughütte, Fechingen (Auf der Adt), Güdingen (alt), Beschberg, Scheidterberg, Herrensohr, Jägersfreude und Dudweiler. Dazu gehören halbanonyme Anlagen mit Denkmal oder solche mit Namensschildern, Blumenablagen, Pflanzflächen und Wegen. Diese Anlagen kosten rund 53 700 Euro.

Alle Gebäudesanierungen hat die Stadt jahresübergreifend 2017/2018 geplant und vollendet. Außerdem hat sie 2017 die Trauerhalle auf dem Friedhof St. Johann umfassend saniert. Hierzu hat sie das Dach und die Fassade erneuert, neue Glaselemente ein- und einen Pavillon angebaut. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 160 000 Euro, davon fielen 20 000 Euro bereits im Jahr 2017 an.

Auf dem Hauptfriedhof hat das Amt für Stadtgrün und Friedhöfe bereits einen Teil der Kühlzellen saniert. Der zweite Abschnitt des Kühltraktes folgt dieses Jahr. Der erste Teil der Arbeiten kostete 2017 rund 157 000 Euro. Insgesamt stehen rund 205 000 Euro bereit.

Auf dem Friedhof Ensheim gibt es Arbeiten an der Trauerhalle, den Sanitäranlagen, den Unterkünften und am Glockenturm. Am Turm sind Dachdeckerarbeiten und eine Betonsanierung vorgesehen. Daneben lässt die Landeshauptstadt Verputz- und Trockenbau- sowie Malerarbeiten machen und die Kältetechnik erneuern. Die Gesamtkosten bis ins laufende Jahr liegen bei 550 000 Euro Euro.