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Filmwerkstatt: LENCHEN DEMUTH UND KARL MARX -
Ein Hausmädchen, das Geschichte schrieb

Das gesamte Team des Lehnchen-Demuth-Films – Regisseur Klaus Gietinger (mit Hut), Uschi Schmidt-Lenhard (rechts neben ihm) und Alice Hoffmann (vorne im Sessel) – wird am Mittwoch zur Filmwerkstatt kommen.
Das gesamte Team des Lehnchen-Demuth-Films – Regisseur Klaus Gietinger (mit Hut), Uschi Schmidt-Lenhard (rechts neben ihm) und Alice Hoffmann (vorne im Sessel) – wird am Mittwoch zur Filmwerkstatt kommen. FOTO: Klaus Gietinger
Saarbrücken. In der Filmwerkstatt sind morgen die Macherinnen und Macher des „Lenchen Demuth“-Films zu Gast.

() Im Rahmen der Reihe „Filmwerkstatt“ im Saarbrücker Kino  Achteinhalb zeigt der Regisseur Klaus Gietinger am morgigen Mittwoch, 10. Oktober, 20 Uhr, im Kino in der Nauwieser Straße 19 seinen Film „Lenchen Demuth und Karl Marx – Wie ein saarländisches Hausmädchen Geschichte schrieb“.


„Sie war stets heiter, stets hilfsbereit, stets lächelnd“, erzählte Wilhelm Liebknecht. Lächelnd soll sie auch des Öfteren Karl Marx beim Schach geschlagen haben. Eine Siegerin war sie dennoch selten in ihrem harten Leben. Helena Demuth, geboren am 31. Dezember 1820 als fünftes von sieben Kindern in St. Wendel, musste schon früh als Dienstmädchen arbeiten. Etwa 1837 kam sie in den Haushalt der Familie von Westphalen in Trier. Dort freundete sie sich mit Jenny, der Tochter des Hauses, an. 1843 heiratete Jenny Karl Marx. Lenchen Demuth wurde Hausmädchen, enge Vertraute der Familie, ordnete das Chaos und bewahrte ein Geheimnis für sich. Heute gilt sie als das berühmteste Dienstmädchen der Welt.

Autor und Regisseur Klaus Gietinger zeichnet in seinem Doku-Drama die Lebensgeschichte von Lenchen Demuth nach und erhellt dabei auch die Hintergründe des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbruchs im 19. Jahrhundert. In einer Mischung aus Spielszenen, Originaldokumenten und mittels einer Spurensuche im Saarland, in Trier, Brüssel, Paris und London begleiten die Zuschauer, zusammen mit ihren Nachkommen, Lenchen auf ihrem ungewöhnlichen Lebensweg. So erschließt sich über das Schicksal eines Dienstmädchens aus dem Saarland das Leben und Werk von Karl Marx mit einer sehr persönlichen Dimension auf ganz neue Art.



Am Mittwoch werden Regisseur Klaus Gietinger, seine Mit-Autorin Uschi Schmidt-Lenhard, Hauptdarstellerin Alice Hoffmann und Mitglieder des Teams zum Filmgespräch anwesend sein. Im Anschluss besteht bei einem kleinen Umtrunk Gelegenheit zum weiteren Austausch.

In der Reihe „Filmwerkstatt“ lädt das Saarländische Filmbüro in Zusammenarbeit mit dem Saarbrücker Kino Achteinhalb regelmäßig Filmschaffende aus der (Groß-)Region ein, ihre Filme zu präsentieren und mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen.