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Aktion soll lokalen Handel stärken
Wenn schon shoppen, dann vor Ort

 Josephine Ambos zeigt schon mal die Tüten der Aktion „Heimat shoppen“, die am Freitag und Samstag im Einzelhandel läuft.
Josephine Ambos zeigt schon mal die Tüten der Aktion „Heimat shoppen“, die am Freitag und Samstag im Einzelhandel läuft. FOTO: IHK Saarland
Saarbrücken. Mehr als 500 Unternehmen werben am Freitag und Samstag in 17 Gemeinden für den lokalen Handel. Von Jörg Wingertszahn

  Wenn schon shoppen, dann in der Heimat. Das sagt sich die saarländische Industrie- und Handelskammer (IHK) und hat zahlreiche Unternehmen im Saarland dazu motiviert, sich am Freitag und Samstag an der bundesweiten Aktion „Heimat shoppen“ zu beteiligen. Mehr als 500 Unternehmen aus 17 Gemeinden sind nach IHK-Angaben saarlandweit dabei. Ziel der Aktion, die in Kooperation mit dem Handelsverband Saar, zahlreichen Gewerbevereinen, City-Managern sowie den lokalen Wirtschaftsfördergesellschaften erfolgt, sei es, das Bewusstsein der Kunden für die Bedeutung des lokalen Handels zu schärfen. „Mit der Aktion ‚Heimat-Shoppen‘ wollen wir Aufmerksamkeit schaffen und insbesondere die vielen kleinen, inhabergeführten Händler, Dienstleister und Gastronomen unterstützen, ohne die es vielfach keine lebendigen Ortskerne mehr gebe“, sagt IHK-Geschäftsführer Carsten Meier.


Die Industrie- und Handelskammer verweist darauf, dass der regionale Handel die Bevölkerung nicht nur mit Gütern und Dienstleistungen versorgt und dazu fachkundig berät, sondern auch tausende Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellt. Mit ihrem vielfältigen finanziellen und ehrenamtlichen Engagement leisteten die lokalen Unternehmen zudem einen wichtigen Beitrag für mehr Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden. „Diese Leistungen sind allzu oft zur Selbstverständlichkeit geworden oder werden als solche nicht immer bewusst wahrgenommen. Darauf möchten wir aufmerksam machen und mit den Aktionstagen die vielfältigen Funktionen des stationären Einzelhandels, lokaler Dienstleister und Gastronomen stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken“, sagt Meier.

Fabian Schulz, Vorsitzender des saarländischen Einzelhandelsverbandes, unterstützt die Kampagne und freut sich über die rege Beteiligung. „Der Heimatverkauf ist etwas schleppend angelaufen, jetzt schließen sich aber mehr Händler an. Viele stehen Schlange, weil sie noch mitmachen möchten“, sagt Schulz. Die Saarbrücker Läden beteiligen sich aber nicht. „Der Saarbrücker Einzelhandel ist in der Tat nicht dabei, das hat mit der Struktur der Stadt zu tun. Wir verstehen uns als überregionales Oberzentren, das auch viele Kunden aus Luxemburg und Frankreich hat. Heimat-Shoppen soll aber vor allem den lokalen Handel auf dem Land ansprechen. Das passt nicht zu Saarbrücken“, erklärt Schulz. Aber Völklingen sei selbstverständlich dabei. Michael Genth, zweiter Vorsitzender des Saarbrücker Vereins für Handel und Gewerbe, findet die Kampagne „klasse“, insbesondere für den Handel in den Stadtteilen, den Klein- und Mittelstädten. „Wir finden es gut, dass die Hauptaufmerksamkeit bei dieser Aktion auf den lokalen Handel in den kleineren und mittleren Städten vor Ort gerichtet ist.“ Teilnehmende Betriebe sind an ihren „Heimat-shoppen“-Plakaten im Schaufenster zu erkennen. Die  Unternehmen werben mit Flyern, Plakaten und eigens für diese Aktion bedruckten Einkaufstaschen für Ihre Branche, wie die IHK mitteilt.