1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Landeshauptstadt

Weitere Personen aus dem Umfeld des Homburger Corona-Patienten auf Virus getestet

Weitere Tests abgeschlossen : 24 weitere Personen aus dem Umfeld des Homburger Corona-Patienten auf Virus getestet

Nach Bekanntwerden der Coronavirus-Infektion eines Homburger Oberarztes sind am Mittwochmorgen weitere Tests abgeschlossen worden.

Nach Angaben von Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) wurde bei 24 Personen aus dem „näheren Umfeld“ des Mediziners keine Infektion nachgewiesen. Zuvor waren am Dienstagabend bereits Tests seiner Ehefrau, seines Sohnes, seines Zahnarztes sowie einer weiteren Person auf das Virus negativ ausgefallen. Der Krisenstab tagt am Vormittag erneut, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Für den Fall, dass der Sohn positiv getestet worden wäre, gab es Pläne, die weiterführende Schule, auf die er geht, zu schließen. Dieser Schritt ist nun nicht nötig. Das Kind ist vorsichtshalber in häuslicher Quarantäne. Gesundheitsministerium, Kultusministerium und Gesundheitsamt schätzen die Lage wie folgt ein: „Es besteht aktuell kein Grund zur Panik für die Eltern, Schülerinnen und Schüler im Saarpfalz-Kreis und darüber hinaus.“ Weitere Personen aus dem Umfeld des Infizierten sollen am Mittwoch getestet werden.

Der 50 Jahre alte Arzt, der in der Kinderklinik des Universitätsklinikums in Homburg tätig ist, war am Dienstagnachmittag positiv getestet worden. Daraufhin wurden die Personen aus seinem engeren Umfeld in häusliche Quarantäne versetzt.

Der Mann habe in den vergangenen Tagen grippeähnliche Symptome bei sich festgestellt, sagte Gesundheitsministerin Bachmann. Der Arzt soll sich am Freitag auf einem Ärztekongress in Frankfurt bei einem Arzt aus Berlin angesteckt haben. Er habe eine detaillierte Liste von Menschen vorgelegt, zu denen er in letzter Zeit Kontakt gehabt habe.

„Momentan ist es unser Ziel, die Ausbreitung zu verhindern und einzudämmen“, sagte Bachmann. Sie warnte vor Panik und Hysterie. Um die Gefahr einer Infektion zu minimieren, rief sie die Saarländer auf, die gleichen Hygiene-Schutzmaßnahmen zu beachten wie zur Vorbeugung einer Grippe.