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Christkindl-Markt
Weihnachtsgefühl zwischen Betonklötzen

Im vergangenen Jahr sicherte die Polizei mit Fahrzeugen den Christkindl-Markt. FOTO: Becker & Bredel
Saarbrücken. Verkehrsverein und Polizei stellten die Neuerungen auf dem Saarbrücker Christkindl-Markt vor. Von Dennis Langenstein

Der 34. Saarbrücker Christkindl-Markt steht in den Startlöchern. Los geht’s am 27. November. Hierzu lud der Verkehrsverein am Montagmorgen zur Pressekonferenz. Mit am Tisch saß Polizeidirektor Udo Schneider von der Inspektion St. Johann.



Seit Mitte des Jahres arbeite er zusammen mit dem Verkehrsverein und der Landeshauptstadt an dem Sicherheitskonzept: „Wir wollen Sicherheit vermitteln, keine Angst machen“, erklärte er. Seit dem letzten Jahr habe es keine großen Veränderungen in der Sicherheitslage gegeben, doch Deutschland sei immer noch im Fadenkreuz des Terrorismus. Er erinnerte an den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin und das Attentat von Nizza. Daher werden in diesem Jahr Fahrzeugsperren und Hindernisse den Saarbrücker Christkindl-Markt absichern. „60 Betonklötze werden aufgestellt“, sagte Marcus Breit vom Saarbrücker Ordnungsamt. Gerade an Stellen, die eine hohe Einfahrtsgeschwindigkeit auf den Markt bieten würden, aber auch kleinere Zufahrtsstraßen rund um den St. Johanner Markt würden abgesperrt. Und die Lieferanten der Geschäfte müssen in diesem Jahr besonders pünktlich sein, denn ab 12 Uhr werde die Fußgängerzone abgeriegelt. Bei der personellen Stärke der Fußstreifen soll das Niveau von 2016 gehalten werden, ergänzte Schneider. Im letzten Jahr sei „so Intensiv wie nie“ patrouilliert worden. Mit dabei seien auch diesmal Kollegen aus Frankreich, die zusammen mit den deutschen Beamten auf Streife gehen. Zudem biete die Polizei am 3. sowie 9. Dezember einen Infostand, der über Gefahren wie Taschendiebstahl aufklären soll. Doch: „Der Christkindl-Markt 2016 war sehr ruhig, wir freuen uns wenn die Maßnahmen in diesem Jahr umsonst waren“, sagte Schneider.

Neben dem Sicherheitskonzept gibt es jedoch nach andere Neuerungen. Alexander Hauck, Geschäftsführer des Verkehrsvereins Saarbrücken, rechnet vom 27. November bis zum 30. Dezember mit geschätzt 900 000 Besuchern. Doch der Christkindl-Markt solle nicht nur die Menschen in die Stadt locken, sondern auch „Wärme und Glücksgefühle“ bieten. Neu ist unter anderem, dass die Almhütte am St. Johanner Markt nun etwas höher ist als sonst. „Wir haben dort etwas aufgestockt“, sagte Walter Poggenpohl, der 1. Vorsitzende des Verkehrsvereins. Die Hütte soll zum Treffpunkt werden und natürlich auch Schutz vor miesem Wetter bieten. Der erste Stock ist für Besucher freigegeben und soll mit seinem Balkon einen Blick über das Geschehen ermöglichen. „Außerdem ist man dort etwas näher am fliegenden Weihnachtsmann“, sagte Poggenpohl. 250 000 Euro habe man in die Hütte investiert, erklärt Thomas Spangenberger von der Firma TMT Events aus Merzig. Kurz vor der Eröffnung des Marktes am Montag, 27. November, 18 Uhr, soll sie noch gesegnet werden. „Das ist in unserem Unternehmen Tradition“, erklärte er, und versprach, dass die Preise beim Glühwein mit 2,50 Euro pro Becher stabil bleiben. Nicht ganz neu, dafür aber vollkommen restauriert sei die Weihnachtskrippe die nun allerdings vor dem Karstadt zu finden ist. Daneben wartet wieder „Der fliegende Weihnachtsmann“ auf Schaulustige, am St. Johanner Markt wird ein Bühnenprogramm mit Live-Musik, Zaubershow und Kinderprogramm geboten und etwa 80 Verkaufsstände werden die Gäste täglich von 12 bis 21 Uhr empfangen.

Bereits zum zweiten Mal wurde zudem eine Saarbrücker Glühwein-Prinzessin gewählt. Diesmal hat die 20-jährige Nicole Ewert die Wahl gewonnen, die nach eigener Aussage mit dem Markt viele schöne Kindheitserinnerungen verbindet.