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Verbraucherzentrale
Was die Nebenkosten in die Höhe treibt

Wer in eine neue Wohnung zieht, sollte sich über den Energiebedarf der Haushaltsgeräte informieren.
Wer in eine neue Wohnung zieht, sollte sich über den Energiebedarf der Haushaltsgeräte informieren. FOTO: Redpixel/Fotolia.com
Saarbrücken. Verbraucherzentrale gibt Tipps, wie junge Paare in einer neuen Wohnung Geld sparen können. red

Die erste gemeinsame Wohnung ist für Paare häufig ein großes Abenteuer. Der eher unromantische Teil dabei ist die Frage nach den Kosten und wer die Miete bezahlt. „Schwer einzuschätzen sind die Nebenkosten, vor allem wenn es die erste Wohnung ist“, sagt Cathrin Becker, Energieberaterin bei der Verbraucherzentrale des Saarlandes. Der Energiebedarf für die Heizung und die Stromkosten hängen von der Wohnung ab, aber auch vom eigenen Verhalten und von den Haushaltsgeräten. Becker gibt Tipps, wie man die Energiekosten in etwa einschätzen kann.


Eine Wohnung mit Elektroheizung habe deutlich höhere Heizkosten als eine mit Gas- oder Ölheizung. Auch die Warmwasserbereitung mit Strom könne teuer werden. Veraltete Durchlauferhitzer oder große Wasserboiler treiben die Energiekosten besonders in die Höhe. Beheizte Wintergärten sind schön, versuchen jedoch deutlich höhere Heizkosten.

Ein genauer Blick auf die Fenster lohne sich in jedem Fall: Schließen alte Flügel nicht richtig, wird das Heizen teuer und Zugluft macht das Wohnen ungemütlich. Ist in einer Wohnung kein Trockenraum vorhanden, wird oft ein Wäschetrockner benötigt. Auch sein Stromverbrauch kann sehr hoch ausfallen.



Wenn jeder Partner bereits eine eigene Wohnung hatte, sind einige Haushaltsgeräte doppelt vorhanden. Bei Kühl- und Gefriergeräten sowie Wäschetrocknern sind die Verbrauchsunterschiede am größten. Paare sollten sich jeweils für das sparsamere Gerät entscheiden, rät Becker. „Einige Mitbringsel sind wahre Stromfresser“, sagt die Energieberaterin. Zum Beispiel ein Wasserbett oder ein Heizlüfter.

Ist der Vormieter bekannt, können die neuen Mieter ihn nach der Höhe der letzten Heizkosten-Abrechnung fragen. Überhitzt sich eine Wohnung im Sommer schnell, lässt das auch Rückschlüsse auf die Dämmung zu. „Auf jeden Fall soll man sich vom Vermieter den Energieausweis zeigen lassen und um eine Kopie bitten“, sagt Becker. Die Verbraucherschützer können anhand der Daten den energetischen Zustand der Wohnung beurteilen. Fragen zum Energiesparen beantworten die Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes. Termine zur persönlichen Beratung können unter Telefon (08 00) 8 09 80 24 00 oder bei den Verbraucherzentralen vor Ort vereinbart werden.