Erlös vom Weihnachtsmarkt FCS-Ultras spenden jeweils 5000 Euro an die Aktion 3. Welt Saar und den Kältebus

Saarbrücken · Die Ultras des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken zeigen Herz und politisches Gespür: Ihre Spenden von jeweils 5000 Euro aus dem Erlös des Weihnachtsmarktes auf dem Max-Ophüls-Platz gehen an den Verein Kältebus und die Aktion 3. Welt Saar. In einem Fall im schwarzen Koffer und in bar.

 Vertreter der Boys, der Ultras des 1. FC Saarbrücken, und des Studio blauschwarz, ein Podcast von FCS Fans, übergaben 5000 Euro Spende aus dem Weihnachtsmarkterlös an Vertreter der Aktion Dritte Welt Saar. Das Geld wurde in einem "seriösen" schwarzen Koffer in einhundert 50-Euro-Scheinen überbracht. Vielleicht eine ironische Anspielung auf die GIU-Welker-Affäre der Stadt Saarbrücken?

Vertreter der Boys, der Ultras des 1. FC Saarbrücken, und des Studio blauschwarz, ein Podcast von FCS Fans, übergaben 5000 Euro Spende aus dem Weihnachtsmarkterlös an Vertreter der Aktion Dritte Welt Saar. Das Geld wurde in einem "seriösen" schwarzen Koffer in einhundert 50-Euro-Scheinen überbracht. Vielleicht eine ironische Anspielung auf die GIU-Welker-Affäre der Stadt Saarbrücken?

Foto: Die Veranstalter

Der Weihnachtsmarkt der Ultras des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken auf dem Max-Ophüls-Platz ist ein voller Erfolg gewesen: 10 000 Euro aus dem Erlös haben die Treuesten der FC-Fans, die den Ludwigspark in der Virage Est zum Beben bringen, jetzt zu gleichen Teilen von 5000 Euro an den Verein Kältebus und die Aktion 3. Welt Saar gespendet. Die Boys Saarbrücken, Ultras des FCS, und das Studio blauschwarz, ein Podcast von FCS Fans, hatten den Weihnachtsmarkt organisiert. „Der Kältebus Saarbrücken sowie die Aktion 3.Welt Saar leisten wichtige gesellschaftliche Arbeit. Wir haben höchsten Respekt vor dem Engagement dieser Menschen und möchten dort unterstützen, wo wir können. Als Gruppe ist es uns möglich Dinge anzupacken, die für Einzelpersonen häufig komplizierter umzusetzen sind. Dies begreifen wir als Verantwortung, der wir seit mittlerweile fast 15 Jahren gerecht werden und jährlich Menschen und Organisationen aus unserer Region unterstützen. Das Ausmaß in diesem Jahr hat dennoch alles Bisherige übertroffen“, betonte Matthias Minnich von den Boys bei der Übergabe der Spenden.

Ein Herz für die Obdachlosen

Große Freude beim Verein Kältebus: Lena Schirra (l.) und Matthias Minnich (2.v.r.) von den Boys, der Ultra-FCS-Fan-Gruppe aus der Virage Est im Ludwigspark-Stadion,  übergaben 5000 Euro aus dem Erlös des Weihnachtsmarktes auf dem Max-Ophüls-Platz.

Große Freude beim Verein Kältebus: Lena Schirra (l.) und Matthias Minnich (2.v.r.) von den Boys, der Ultra-FCS-Fan-Gruppe aus der Virage Est im Ludwigspark-Stadion, übergaben 5000 Euro aus dem Erlös des Weihnachtsmarktes auf dem Max-Ophüls-Platz.

Foto: Der Veranstalter

Dabei bewiesen die FCS-Ultras nicht nur Herz für die Obdachlosen, die im Winter in den Iglus des Kältebus-Vereins am Römerkastell übernachten können, sondern auch politisches Gespür. Bei der Übergabe an Vertreterinnen und Vertreter der Aktion 3. Welt Saar auf dem Max-Ophüls-Platz hatten sie die 5000 Euro in einem schwarzen Koffer in 50-Euro-Scheinen dabei. „Von einer seriösen Gruppe wird seriös erwirtschaftetes Geld in einem seriösen Koffer an eine gleichsam seriös arbeitende Gruppe übergeben“, erklärte Sascha Zenk vom Vorstand der Aktion 3.Welt Saar. Lena Schirra von den Boys ergänzte: „So viel Seriosität rund um den 1. FC Saarbrücken gab es lange nicht mehr.“ Das könnte eine Anspielung auf die GIU-Welker-Affäre der Stadt Saarbrücken als auch auf das Geschäftsgebaren des Drittligisten selbst gewesen sein. GIU-Geschäftsführer Martin Welker, dessen Tätigkeit derzeit ruht, war entscheidend am Endausbau des neuen Ludwigsparks beteiligt. Zuvor waren bei ihm von Fahndern in einem Koffer 389 000 Euro in bar gefunden gefunden worden

Gegen Rassismus und gegen Antisemitismus

Mit der Spende unterstützten die Ultras das Engagement der Aktion 3. Welt Saar gegen Rassismus und gegen Antisemitismus, auch die Erinnerungsarbeit zum Mord an Samuel Yeboah, der nach mehr als 30 Jahren vor dem Oberlandesgericht Koblenz verhandelt wird. Für diese Werte würden sie auch in ihrer Fankurve eintreten, so die FCS-Ultra-Vertreter.

Vertreter der Boys, der Ultras des 1. FC Saarbrücken, und des Studio blauschwarz, ein Podcast von FCS Fans, übergaben 5000 Euro Spende aus dem Weihnachtsmarkterlös an Vertreter der Aktion Dritte Welt Saar. Das Geld wurde in einem "seriösen" schwarzen Koffer in einhundert 50-Euro-Scheinen überbracht. Vielleicht eine ironische Anspielung auf die GIU-Welker-Affäre der Stadt Saarbrücken?

Vertreter der Boys, der Ultras des 1. FC Saarbrücken, und des Studio blauschwarz, ein Podcast von FCS Fans, übergaben 5000 Euro Spende aus dem Weihnachtsmarkterlös an Vertreter der Aktion Dritte Welt Saar. Das Geld wurde in einem "seriösen" schwarzen Koffer in einhundert 50-Euro-Scheinen überbracht. Vielleicht eine ironische Anspielung auf die GIU-Welker-Affäre der Stadt Saarbrücken?

Foto: Die Veranstalter

Für Auflösung der Polizei-Datei Gewalttäter Sport

FCS-Ultras und die Aktion 3. Welt Saar setzen sich zudem für die Auflösung der Polizei-Datei Gewalttäter Sport ein. „Hier wird mit doppelten rechtlichen Standards gemessen, weil Fußballfans dort nur auf Zuruf der Polizei und ohne gerichtliche Verurteilung landen,“ erklärte Sascha Zenk. Im Alltag habe dies oft bundesweite Stadionverbote zur Folge und erhebliche Einschränkungen bei Reisen ins Ausland. Die FCS-Ultras hatten bereits im Februar 2022 beim Heimspiel gegen Viktoria Köln (0:1) politisch Flagge gezeigt und auf der Virage-Est-Tribüne gegen die „Gentrifizierung des Nauwieser Viertels“ protestiert. Alle Buchstaben des Fachbegriffs für die Übernahme eines Stadtviertels durch Immoblien-Haie und Reiche waren einzeln in der richtigen Reihenfolge von Ultras hochgehalten worden.

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