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Wachmannschaftsbeirat bei Saarbrücker Berufsfeuerwehr

Novum in Saarbrücken : Eilige Sitzung wegen Dauerstreits bei Berufsfeuerwehr: Beirat soll’s nun richten

Erstmals in der Geschichte der Berufsfeuerwehr soll ein Wachmannschaftsbeirat helfen, Konflikte zu lösen. Dazu kamen die Wehrleute am Freitagmorgen zu einer eilig einberufenen Personalversammlung zusammen.

Das gab’s noch nie: Nach den bislang gescheiterten Vermittlungsbemühungen zwischen der Spitze und den Mitglieder der Saarbrücker Berufsfeuerwehr hat Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) am heutigen Freitag einen Wachmannschaftsbeirat einberufen. Während einer überraschend kurzfristig anberaumten Personalversammlung am frühen Vormittag informierte sie die Wehrleute über diesen Schritt. Dem Gremium gehören nach Angaben des städtischen Pressesprechers Thomas Blug Vertreter der Leitung, der mittleren Führungsebene, der Wachmannschaft, des Personalrates und -amtes sowie der Rathausverwaltungsspitze an. Leiter ist Bürgermeister Ralf Latz (SPD).

Wie es heißt, soll der Beirat dafür sorgen, bestehende Konflikte zu lösen sowie es künftig erst gar nicht mehr zu Eskalationen wie jüngst kommen zu lassen. Dabei sei es Aufgabe des Gremiums, „einvernehmliche Lösungen zu finden“, wie Blug sagt. Das letzte Wort habe Ralf Latz in enger Abstimmung mit der Oberbürgermeisterin.

Dieser eingesetzte Wachmannschaftsbeirat sei einmalig in der Geschichte der Berufsfeuerwehr in der Landeshauptstadt. Auslöser dafür waren die seit Jahren anhaltenden Konflikte zwischen Belegschaft und Feuerwehrchef Josef Schun. Die mündeten zuletzt in staatsanwaltschaftliche Ermittungen, obwohl Mediatoren (Vermittler) seit geraumer Zeit versuchen, die Lage zu entschärfen. Das war indes fehlgeschlagen.