Letzte Vorbereitungen vorm Saarpektakel: Vor der Riesen-Sause herrscht Ruhe

Letzte Vorbereitungen vorm Saarpektakel : Vor der Riesen-Sause herrscht Ruhe

Ab heute strömen Hunderttausende zum Saar-Spektakel. Gestern wurde entspannt aufgebaut.

Die absolute Ruhe vor dem Spektakel-Sturm herrschte gestern unterhalb des Staatstheaters entlang der Saar. Ab heute Mittag 16 Uhr geht beim 19. Saar-Spektakel in Saarbrücken die Post ab. Am Donnerstagmittag war noch alles ganz ruhig. „Wir bauen heute in aller Ruhe auf und schmücken unsere Stände. Am Freitagmorgen wird noch einmal alles sauber gemacht, und dann kann es losgehen“, sagt Thomas Spangenberg, der auf dem Saar-Spektakel Cocktails für Erwachsene und Getränke für Kinder verkauft. „Wir haben alle Anforderungen für diesen Platz erfüllt und stehen quasi im Zentrum des Festes. Sehr gute Lage“, so Spangenberg der bislang bei 18 der 19 Saar-Spektakel mit von der Partie war.

Aussuchen können sich die Standbetreiber ihre Plätze nicht. „Das organisieren wir für das ganze Festgelände. Wir haben einen Plan, welcher Stand mit welchem Angebot und in welcher Größe wohin kommen soll“, erklärt Christine Baran, die Organisationsleiterin des Saar-Spektakels. Die Standbetreiber könnten sich für die verschiedenen Plätze bewerben. Danach werde entschieden, wer die Anforderungen erfülle und die Plätze bekomme.

Thomas Puhl aus Bexbach verkauft auf dem Spektakel an einem Stand asiatische Gerichte und an einem anderen Pommes. „Wir liegen zwar nicht gerade zentral, aber der Platz ist in Ordnung. Wir werden heute fertig mit dem Aufbau und können morgen direkt mit der Zubereitung unserer Gerichte beginnen“, sagt Puhl.

Es geht ruhig und gelassen zu beim Aufbau des Saar-Spektakels. Jeder hat hier und da Zeit für einen kleinen Plausch. Dennoch wird die Zahl der anreisenden Standbetreiber von Stunde zu Stunde immer größer. „Die wissen alle genau, wann sie anreisen sollen. Auch das haben wir organisiert. Wenn alle auf einmal kämen, gäbe es nur Gedränge und womöglich noch Staus in der Innenstadt“, sagt Christine Baran zum ausgeklügelten Spektakel-System. Und dieses System scheint bei 100 Ständen auch nötig zu sein. 70 Stände sind kommerzieller Art, und etwa 30 gehören Vereinen und Organisationen, die beim Spektakel mithelfen. Die Vereine und Organisationen müssen keine Standgebühr bezahlen. „Wir stellen unseren Verein in einem Zelt vor und vergeben und überwachen zusätzlich noch die Anlegestellen an der Saar“, berichtet Bernhard Prinz von der Arbeit des Polizeisportvereins Saarbrücken, Abteilung Wassersport.

Hier und da werden noch ein paar Abfluss- oder Wasserleitungen verlegt oder Elektroanschlüsse überprüft, aber im Prinzip ist alles fertig für das Spektakel. „Wir machen das jetzt zum 19. Mal. Wir haben am Anfang auch etwas gebraucht, bis sich das alles so eingespielt hatte. Aber jetzt funktioniert alles optimal“, sagt Christine Baran.

Christine Baran, Organisationsleiterin des Saar-Spektakels. Foto: Heiko Lehmann

Als Eisverkäufer Toni mit seinem Mofa inklusive Eistruhe plötzlich vorbeifährt, stiehlt er allerdings allen Standbetreibern die Show. Denn Toni braucht nur stehen zu bleiben, den Motor auszumachen und kann mit seinem Eisverkauf loslegen. Allerdings nur, wenn auch das Wetter stimmt. Denn da sind sich viele Standbetreiber einig: Das Wetter muss schon mitspielen. Und am besten wären 24 Grad. „Dann wird am meisten gefeiert, und der Umsatz stimmt meistens auch“, sagt Thomas Spangenberg.

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