Versuchter Totschlag: Anklage gegen Syrer nach Messerattacke in Saarbrücken

Nach Bluttat in Saarbrücken : Anklage wegen lebensbedrohlicher Attacke

Mit zwei Stichen, unter anderem in den Bauch, soll ein 28-Jähriger mitten in Saarbrücken sein Opfer (23) niedergestreckt haben. Jetzt soll der mutmaßliche Angreifer vor Gericht.

Mit mehreren Messerstichen hat ein Syrer (28) im Streit einen Landsmann niedergestreckt und dabei lebensbedrohlich verletzt. Davon geht die Saarbrücker Staatsanwaltschaft aus. Darum soll sich der mutmaßliche Täter wegen versuchten Totschlags vor Gericht verantworten, teilte Behördensprecher Mario Krah am Mittwoch mit.

Nach Ansicht der Ermittler war in der Nacht auf den 11. August zuerst ein heftiges Wortgefecht an der Berliner Promenade in der Landeshauptstadt später auf dem Beethovenplatz eskaliert. Worum es bei dem Zoff ging, ist unklar.

Verfolgung aufgenommen

Nach dem anfänglich lautstarken Ärger gingen das spätere Opfer (23) und sein Begleiter zunächst weiter. Der mutmaßliche Angreifer und ein Bekannter verfolgten die beiden bis auf den ebenfalls innerstädtischen Platz, wo sich die Bluttat wenig später ereignen sollte.

Mit Holzlatte auf ihn eingeschlagen

Der Bekannte des Messerstechers, so schildert Staatsanwalt Krah weiter, knöpfte sich den Freund des bald schon lebensgefährlich Verletzten vor, malträtierte ihn mit einer Holzlatte. Der 23-Jährige ging dazwischen. Dann zückte der Täter das Messer und stach zweimal zu, unter anderem in den Bauch. Er und sein Kompagnon suchten sofort das Weite.

Keine Spur von Schuldunfähigkeit

Am 10. Oktober fasste die Polizei den mittlerweile angeklagten Mann. Zunächst kam er in eine psychiatrische Klinik. Doch ein Mediziner stellte keine Gründe dafür fest, dass der Syrer zur Tatzeit nicht schuldfähig gewesen sein sollte. Daraufhin zog dieser jetzt zur Untersuchungshaft ins Gefängnis um.

Ein Prozesstermin vor dem Landgericht in Saarbrücken steht noch aus. Der Angeklagte schweigt bislang.

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