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Verkehrsverbotszonen: Saarbrücken gegen Lkw-Lärm in der Stadt

Ärger über Straßenlärm : Verkehrsverbotszonen: Saarbrücken will Lkw aus mehreren Bereichen der Stadt verbannen

Straßenlärm ist für viele Menschen in Saarbrücken seit Jahren ein Ärgernis. Vor allem Lastwagen haben Kommunalpolitiker im Visier. Jetzt soll endlich etwas passieren – mit Verkehrsverbotszonen. Doch die Umsetzung der Pläne könnte sich noch kompliziert gestalten.

Verkehrslärm durch Brummis in der Landeshauptstadt: Dagegen kämpfen viele Saarbrücker bereits seit Jahren. Insbesondere die innerstädtische Quasi-Verlängerung der A1 von Riegelsberg ist dabei bis heute ein Nadelöhr. Hier schieben sich Lkw neben der Saarbahntraße an Wohnhäusern vorbei.

Diesen für viele unhaltbaren Zustand will jetzt der Stadtrat beenden. So stimmten die Mitglieder des Verkehrsausschusses am Mittwochabend, 24. November, für ein Konzept, das Verkehrsverbotszonen vorsieht. Damit sollen Lastkraftwagen aus bestimmten Bereichen der Innenstadt verbannt werden. Dazu gehört eben auch die Lebacher Straße in Saarbrücken-Malstatt als Verbindung zur A1. 

Doch diese Entscheidung trifft nicht allein die Landeshauptstadt. Denn weil hier auch die Interessen von Bundeswegen berührt sind, zu denen Autobahnen gehören, muss die Autobahn-Gesellschaft ebenfalls ihr Einverständnis geben. Des Weiteren ist das Verkehrsministerium zu fragen.

Seit vielen Jahren hagelt es seitens Anrainern Proteste gegen das starke Verkehrsaufkommen in der Lebacher Straße. Mittlerweile wurde fast durchgängig eine 30er-Zone bis zum Autobahnbeginn vor den Toren der Stadt ausgewiesen. Allerdings stellte das die Kritiker des Schwerlastverkehrs nicht zufrieden.

Bereits im April dieses Jahres hatte sich Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) am Tag des Lärms dafür eingesetzt, dass die Saarbrücker besser vor Autobahnlärm geschützt werden. Mit Bürgermeisterin Barbara Meyer-Gluche (Grüne) forderte er Tempolimits und Lärmschutzwände für die innerstädtische Autobahn.  Zweimal habe es demnach schriftliche Anträge dazu gegeben.