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Verfolgungsjagd ab Saarbrücken
30 Streifenwagen und ein Helikopter jagen Franzosen über Autobahn bis nach Ludwigshafen

Nach Verfolgungsjagd braucht die Polizei Zeugen (Symbolbild).
Nach Verfolgungsjagd braucht die Polizei Zeugen (Symbolbild). FOTO: picture alliance / dpa / Patrick Seeger
Saarbrücken. Eine Stunde hat sich die Polizei eine Rallye mit einem Autofahrer geliefert. Mit bis zu 180 Sachen raste er vor ihnen her. Jetzt werden Zeugen gesucht. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Mit bis zu 180 Stundenkilometern ist ein Franzose von Saarbrücken aus bis nach Ludwigshafen gerast, um der Polizei zu entkommen. In der pfälzischen Stadt endete seine halsbrecherische Flucht mit einem gestohlenen Wagen, während der er andere Fahrer auf der Autobahn gefährdet hatte. Nun brauchen die Ermittler Zeugen, um die gesamte illegale Rallye zu rekonstruieren.


Verfolgung sogar aus der Luft

Was nach Angaben eines Polizeisprechers aus Alt-Saarbrücken bisher feststeht: Während der Verfolgungsjagd in der Nacht auf Sonntag bretterte der 21-Jährige um 1.30 Uhr zuerst von der Saarbrücker Stadtautobahn 620 zur A 6. Entlang der Strecke kamen immer wieder neue Streifenwagen hinzu, die den Raser stoppen sollten. Letztlich sollen es 30 Polizeiwagen zahlreicher Dienststellen gewesen sein, die ihn im Saarland und in Rheinland-Pfalz verfolgten. Sogar aus der Luft waren Fahnder am Werk, die von einem Hubschrauber aus den Einsatz verfolgten. Bei dem Versuch, die Polizisten abzuschütteln, soll der Flüchtende keine Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer genommen haben.



Alkohol und Drogen

Erst in Ludwigshafen hatte nach rund 130 Kilometern und nach gut einer Stunde die Fahrt ein Ende. Dort scheiterte der Täter an einer innerstädtischen Baustelle, setzte seinen Peugeot 3008 mit französischem Kennzeichen an einen Pfosten. Während ihn die Beamten schnappten, rannte sein Beifahrer weg. Dieser ist auf der Flucht. Der Franzose hatte getrunken. Das Ergebnis, wie viel Promille er zur Tatzeit hatte, steht noch aus. Vermutlich sollen auch Drogen im Spiel gewesen sein, sagt der Behördensprecher. Verletzte gab es nicht.

Zeugenhinweise an die Polizeiinspektion in Alt-Saarbrücken, Tel. (06 81) 5 88 16 40.