Serie Vereinspreis Verein bringt die Musik zu den Menschen und gewinnt Preis

Saarbrücken · Der Verein Yehudi Menuhin Live Music Now Saarland erhält für seine Arbeit 4500 Euro von der Sparkasse Saarbrücken.

Rika-Beate Meyer-Hentschel (links), die Mitgründerin des Vereins, und die erste Vorsitzende Olivia Reyes.

Rika-Beate Meyer-Hentschel (links), die Mitgründerin des Vereins, und die erste Vorsitzende Olivia Reyes.

Foto: BeckerBredel

Die Sparkasse Saarbrücken hat erstmals den Vereinspreis veriehen. Sie will damit Vereine unterstützen, die durch die Corona-Pandemie gelitten haben. Insgesamt 242 Vereine bewarben sich, zwölf davon wurden ausgezeichnet. Zu den Gewinnern gehört der Verein Yehudi Menuhin Live Music Now Saarland (LMN Saarland), der in der Kategorie „Veranstaltungsideen“ gewann.

Der Verein bringt die Musik zu den Menschen, die nicht mehr in Konzerte gehen können. „Wir sind viel in Altersheimen oder Krankenhäusern unterwegs. Im Moment arbeiten wir mit 25 Studierenden der Hochschule für Musik Saar, um das möglich zu machen. Uns ist es wichtig, dass die Musik dieselbe Qualität hat, wie in einem Konzert. Die Studierenden müssen sich bewerben und werden nach einem Vorspiel ausgesucht“, erklärt Olivia Reyes, die erste Vorsitzende des Vereins.

Als der Verein 2015 gegründet wurde, gab es bereits 19 weitere „Live Music Now“-Vereine in der Bundesrepublik. Dass es nun auch einen Verein im Saarland gibt, liegt an Rika-Beate Meyer-Hentschel, die die Idee des Vereins ins Saarland bringen wollte. Alle Spenden, und somit auch die gewonnenen 4500 Euro der Sparkasse, die dem Verein zukommen, gehen direkt an die Musikerinnen und Musiker.

„In den Einrichtungen treten kleine Gruppen von zwei bis vier Studierenden auf, die ihr Programm selbst zusammenstellen. Sie werden natürlich für ihren Auftritt bezahlt. Mit dem Preisgeld der Sparkasse können wir weitere acht bis zehn Konzerte in Einrichtungen organisieren“, sagt Reyes.

Auch Meyer-Hentschel, Mitgründerin des Vereins, freut sich über das Preisgeld: „Als Ehrenamtliche ist es ein sehr gutes Gefühl, diese Anerkennung und Wertschätzung zu bekommen. Außerdem ist es eine gute Sache für die Einrichtungsbewohner. Es ist eine große Freude, ihnen dabei zuzugucken, wie sie die Musik genießen. Die Rückmeldungen, die wir danach von den Einrichtungen bekommen, ist immer schön zu hören.“ Auch den Stipendiaten gefallen die Auftritte.

„Es ist kein normales Konzert. Die Musiker müssen auch ein bisschen Moderieren und von den Musikstücken und sich selbst erzählen. So wird eine Bindung zu den Zuhörern aufgebaut. Das ist eine Situation, wie man sie sonst nicht kennt“, sagt Meyer-Hentschel.

Neben den Konzerten in den Altersheimen und Krankenhäusern gibt es auch circa zwei Mal im Jahr ein Benefizkonzert für die Öffentlichkeit. „Damit wollen wir uns vorstellen und neue Spender gewinnen, denn die brauchen wir. Gerade während der Coronazeit war es schwierig und wir hatten kaum Konzerte, doch in diesem Jahr kann es wieder richtig los gehen. Da kam das Preisgeld genau richtig“, erklärt Reyes.

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