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Saarbrücken
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Während der Bauarbeiten an der Wilhelm-Heinrich-Brücke in Saarbrücken gab es bisher weniger Unfälle als im selben Zeitraum ohne Baustelle vor einem Jahr.
Während der Bauarbeiten an der Wilhelm-Heinrich-Brücke in Saarbrücken gab es bisher weniger Unfälle als im selben Zeitraum ohne Baustelle vor einem Jahr. FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Umbau der Wilhelm-Heinrich-Brücke soll planmäßig im Herbst enden. Jetzt ist die stadtauswärts führende Hälfte dran. Von Frank Kohler

Die Fahrer haben sich offenbar gut auf die Großbaustelle Wilhelm-Heinrich-Brücke eingestellt. Das legen die Unfallzahlen nahe. Die Polizeiinspektion St. Johann trug auf SZ-Anfrage die von Beamten dieser Dienststelle erfassten Zahlen zusammen.


Demnach gab es in diesem Jahr seit dem Einrichten der Baustelle am 18. März bis zum Mittwoch, 11. Juli, neun Unfälle. Das ist ein Unfall weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Bei den Unfällen in der Brückenbaustelle gab es einen Leichtverletzten und sonst Blechschäden. Die Beteiligten waren entweder bei Auffahrunfällen oder bei Spurwechseln zusammengestoßen, wie eine Sprecherin der Inspektion sagte.

Bald werden sich die Fahrer nicht mehr mit der Baustelle, sondern den Neuerungen auf der dann fertiggestellten Brücke befassen müssen. Denn die Stadt teilt mit, dass die Arbeiten planmäßig voranschreiten. Demnach ist die stadteinwärts führende Hälfte der Brücke Mitte Juli, also in den nächsten Tagen, fertig.

Auch die gesperrte Abfahrt der Brücke auf der A 620 aus Richtung Mannheim/Kaiserslautern ist erneuert, die Ausfahrt wieder für den Verkehr freigegeben. Und es bleibt voraussichtlich dabei, dass die Brücke im Herbst komplett erneuert ist.  Wenn das Wetter Markierungsarbeiten zulässt,  gehen die Arbeiter daran, die gesamte Baustelle für die Sanierung der zweiten Brückenhälfte einzurichten. Los geht’s am Samstagabend nach Geschäftsschluss, das Ganze dauert bis Montagmorgen.



Sobald die Baustelle eingerichtet ist, kann die Brücke wieder ohne Unterbrechung in beide Richtungen befahren werden. Zwei Fahrspuren in jede Richtung stehen während der Bauphase zur Verfügung. Auch die Innenstadt ist über die Ausfahrten der Wilhelm-Heinrich-Brücke stets erreichbar.

Der siebte Bauabschnitt umfasst die Sanierung der nach Alt-Saarbrücken führenden Brückenhälfte sowie die Erneuerung des Neumarkts und der Flächen vor dem Finanzamt und vor Karstadt. Die Oberfläche der Brücke wird erneuert, die schadhafte Brückenübergangskonstruktion ersetzt. Ein höheres Geländer wird es ebenso geben wie neue Straßenlampen. Der Bauabschnitt ist Anfang Oktober 2018 beendet.

Damit der Verkehr möglichst flüssig fließen kann, ist das Linksabbiegen aus St. Johann/City auf die A 620 in Richtung Mannheim/Kaiserslautern nicht möglich. Ebenso wenig erreichbar ist die Zufahrt in die Saaruferstraße in beide Richtungen. Ebenso wenig möglich ist das Linksabbiegen aus Alt-Saarbrücken auf die A 620 in Richtung Saarlouis, das Linksabbiegen über die Ausfahrt Wilhelm-Heinrich-Brücke der A 620 aus Richtung Mannheim/Kaiserslautern kommend in Richtung Alt-Saarbrücken und das Rechtsabbiegen über die Ausfahrt Wilhelm-Heinrich-Brücke der A 620 aus Richtung Saarlouis kommend in die Stengelstraße.

Markierungen und geänderte Ampelschaltungen sollen dafür sorgen, dass der Verkehr fließt. Für  Fußgänger gibt es in den betroffenen Baustellenbereichen Umleitungen.

Für Fahrer, die wegen der blockierten Richtungen ihre Route ändern oder nicht unbedingt über die Brücke müssen, gibt es während des siebten Bauabschnitts weiter Umleitungen: Verkehr über die A 620 aus Richtung Kaiserslautern oder aus der Egon-Reinert-Straße mit Ziel Alt-Saarbrücken wird über die Bismarckbrücke abgeleitet und durch die Talstraße geführt, aus St. Johann/City kommend mit Ziel Kaiserslautern wird über die Wilhelm-Heinrich-Brücke durch die Heuduckstraße zur Autobahnauffahrt Malstatter Brücke geleitet, aus Alt-Saarbrücken kommend mit Ziel Saarlouis wird ebenfalls über die Autobahnauffahrt Malstatter Brücker geführt, aus den nördlichen Stadtbereichen über die Dudweilerstraße kommend mit Ziel Kaiserslautern wird zur Autobahnauffahrt Westspange geleitet. Die Stadt hat die Ampelschaltungen auf diesen Umleitungen geändert, damit der Verkehr nicht stockt.

Zunächst stehen umfangreiche Markierungsarbeiten und das Umprogrammieren der Ampeln an. Da insbesondere die Markierung der provisorischen Spuren nur mit Eingriff in den Verkehr möglich ist, ist an den dafür vorgesehenen Tagen mit Behinderungen zu rechnen. Die Einrichtung der Baustelle und die Markierungsarbeiten sollen ab Samstag, 14. Juli, ab 21 Uhr, bis Montagmorgen, 16. Juli, dauern.

Die Arbeiten laufen in den beiden Nächten sowie sonntags während des Tages, da dann vergleichsweise wenige Fahrzeuge unterwegs sein dürften. Hinzu kommt am Sonntag, 15. Juli, eine Teilsperrung der A 620 auf beiden Richtungsfahrbahnen in Höhe der Wilhelm-Heinrich-Brücke. Das ist nötig, um ein Schutzgerüst am Bauwerk fertigzustellen. Der Verkehr kann bis auf wenige Minuten die Autobahn dort auf je einer Fahrspur pro Richtung passieren. Für etwa 20 Minuten bleibt aber die Fahrbahn in Richtung Saarlouis gesperrt, und zwar in den frühen Morgenstunden. Der Verkehr wird während der Sperrung über die Ab- und Auffahrtsrampe der Brücke fließen, was einen Umweg von nur wenigen Metern bedeutet.

Das Verkehrsleitsystem auf der Autobahn weist auf die Vollsperrung hin. Sollte schlechtes Wetter die Markierungsarbeiten an den vorgesehenen Tagen verhindern, ist die gesamte Baustelleneinrichtung samt Markierung an den Folgetagen vorgesehen.