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Gläubiger stimmen zu
Trotz Insolvenz: Bruch plant in Saarbrücken neue Brauerei

An der bisherigen Stelle der insolventen Brauerei Bruch in Saarbrücken will die Eigentümerfamilie in ein neues Haus investieren.
An der bisherigen Stelle der insolventen Brauerei Bruch in Saarbrücken will die Eigentümerfamilie in ein neues Haus investieren. FOTO: Matthias Zimmermann
Saarbrücken. Der Generalbevollmächtigte verhandelt mit Banken über Millioneninvestition am bisherigen Standort. Bis Jahresende soll Finanzplan stehen. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Die wegen Steuernachforderungen in Schieflage geratene Brauerei G. A. Bruch in Saarbrücken will modernisieren. Nach Angaben des Generalbevollmächtigten, der Saarbrücker Anwalt Marc Herbert, soll am jetzigen Standort eine neue Brauerei entstehen. Dafür veranschlagt er rund vier Millionen Euro. Um diese Investition zu finanzieren, verhandle Herbert mit mehreren Geldhäusern, unter anderem mit der Vereinigten Volksbank (VVB) Saarlouis – Sulzbach/Saar.


Gläubiger-Ausschuss stimmt zu

Die Gläubiger-Versammlung hat den Plänen am Donnerstagnachmittag (22. November) zugestimmt und damit dem Anwalt freie Hand gegeben. Seit Sommer kümmert er sich um die Brauerei Bruch, deren Tagesgeschäft die Eigentümerfamilie trotz der Insolvenz selbst bestreitet.



Steuerschulden aufgelaufen

Der Fiskus verlangt von dem Unternehmen 250 000 Euro als Steuernachzahlung. Das hatte den Ausschlag für das Insolvenzverfahren gegeben. Gleichzeitig stünden noch Rechnungen unter anderem an Lieferanten offen. Größter Gläubiger sei die Sparkasse Saarbrücken.