Touren mit Geographie ohne Grenzen : Die Friedenskirche neu entdecken

Der Verein Geographie ohne Grenzen lädt wieder zu Stadtführungen ein.

Der Verein Geographie ohne Grenzen e.V./ StattReisen Saar bietet in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Saarbrücken am Mittwoch, 23. August einen geführten Rundgang „Zwischen Barock und Moderne“ an. Entlang der Eisenbahnstraße treffen zwei für die Stadtentwicklung Saarbrückens wesentliche Bau-Epochen auf engem Raum aufeinander: der Barock einerseits und die 50er-Jahre andererseits. Während die Ludwigskirche als Baudenkmal von nationaler Bedeutung weithin bekannt ist, fristet die gegenüberliegende Friedenskirche ein Schattendasein. Der Rundgang stellt die Pläne zur Aufwertung dieses Barock-Ensembles im Rahmen des städtischen Projektes „Barock trifft Moderne“ dar. Erläutert werden die Gestaltungsmaßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität, die Pläne zur Wiederherstellung der „Stengel-Anlage“ und welche Sanierungsarbeiten in der Friedenskirche und der Ludwigskirche gemacht werden. Dazu wird es einen Blick hinter die Kulissen geben. Treffpunkt zu der rund  zweistündigen Tour mit dem Diplom-Geographen Jürgen Meyer ist um 18 Uhr am Haupteingang der Saarbrücker Staatskanzlei. Zu erreichen mit den Buslinien 101, 103, 105, 122 bis zur Haltestelle „Hansahaus/Ludwigsplatz“. Der Rundgang ist kostenfrei.

Der Verein Geographie ohne Grenzen e.V./ StattReisen Saar bietet zudem am Sonntag, 27. August, einen Rundgang über den neuen jüdischen Friedhof an. Seit 1920 gibt es den „Israelitischen Friedhof“ an der Goldenen Bremm kurz vor der französischen Grenze. Vor dem Krieg waren jüdische Friedhöfe auch für viele Christen eine Selbstverständlichkeit. Mit dem Holocaust ist das anders geworden. Im Rahmen dieser Führung lernen die Teilnehmer die Geschichte des Friedhofs kennen und erfahren Interessantes über die Synagogengemeinde Saar nach 1946. Außerdem werden Einblicke in verschiedene Themen, wie die jüdischen Vorschriften zum Umgang mit dem Tod, aber auch die Bedeutung eines Friedhofs, den Ablauf von Beerdigungen, die Trauer-Riten und die Besonderheiten jüdischer Grabsteine gegeben. Während des Besuchs ist eine Kopfbedeckung zu tragen.

Treffpunkt zu dem rund zweistündigen Rundgang mit Berufsschullehrer Bernhard Fox ist um 14.30 Uhr die Straße Zum Zollstock, Eingang Friedhof, zu erreichen mit Bus 123, 126 bis „Hauptfriedhof“. Der Rundgang kostet sieben Euro (ermäßigt fünf Euro). Für Vereinsmitglieder ist der Rundgang frei.

Auf Anfrage können zu beiden Themenrundgängen auch Wunschtermine vereinbart werden.

Infos und alle Termine unter Tel. (0681) 301 402 89

www.geographie-ohne-grenzen.de.