Tim Schmitz aus Saarbrücken und seine Fußball-Leidenschaft

Kostenpflichtiger Inhalt: Alles dreht sich um den Ball : Funktionär, Sponsor, Trainer

Fußball spielt im Leben des Saarbrückers Tim Schmitz (20) eine bedeutende Rolle.

„Der Aufwand vor und während so eines Turniers ist schon groß“, gesteht Tim Schmitz am Rande der Saarbrücker Stadtmeisterschaft im Hallen-Jugendfußball, deren 52. Auflage am Sonntag in der Joachim-Deckarm-Halle über die Bühne ging. Für den 20-Jährigen gilt die eigene Aussage nur umso mehr: Denn Schmitz ist bei der Traditionsveranstaltung gleich in mehreren Rollen präsent. Zum einen ist er als Vorstandsmitglied der gastgebenden Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Saarbrücker Jugendfußballs in die Organisation und Abläufe eingebunden. Außerdem fungiert er als Leiter eines Saarbrücker Fitnessstudios als einer der Sponsoren und ist nicht zuletzt auch als Trainer vor Ort gefragt.

Bereits mit 15 Jahren begann Schmitz, sich der Trainertätigkeit im Nachwuchsfußball zu widmen. Genauer gesagt beim 1. FC Saarbrücken, wo er zusammen mit Vater Torsten die U11 der Molschder unter seinen Fittichen hat. „Ich bin natürlich über meinen Vater dazu gekommen. Nachdem er die Mannschaft vor knapp fünf Jahren übernommen hatte, rückte ich im zweiten Jahr an seine Seite“, erzählt Schmitz Junior: „Mein Papa ist eigentlich einen typischen Weg gegangen, wie man als Quereinsteiger zum Trainer wird. Beim SV Gersweiler wurde er zunächst mein Jugendtrainer, weil der vorherige Trainer aufgehört hat“, erläutert der 20-Jährige. Der Fußball sei in seiner Familie bereits über Generationen hinweg fest verankert, betont Schmitz: „Er ist mir quasi in die Wiege gelegt worden.“ Bei der Stadtmeisterschaft darf er sich schließlich über den Titelgewinn freuen, seine E-Jugend krönt sich durch einen 2:0-Finalerfolg über den ATSV Saarbrücken zum Sieger. „Die Anspannung war zu Beginn des Tages schon groß. Jetzt fällt doch einiges von mir ab – umso schöner, dass es auch so erfolgreich war“, freut sich Schmitz.

Er selbst spielt inzwischen nur noch sporadisch Fußball: „Wegen mehrerer Bänderrisse und Dehnungen im Sprunggelenk musste ich leider früh kürzer treten – alleine die mentale Blockade hat da viel mit reingespielt“, blickt Schmitz, der neben seinem Heimatverein Gersweiler für den SV Saar 05 Jugend und Röchling Völklingen auflief, auf sein ehemaliges aktives Fußballer-Dasein. Inzwischen ist er also erfolgreich als Trainer tätig. Beim 1. FC Saarbrücken hat er auch die Arbeit und die Mühen im Zusammenhang mit der Anerkennung als Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) hautnah miterlebt: „Das war natürlich ein ganz wichtiger Schritt, auch weil die SV Elversberg bekanntlich vorgelegt hatte – dass wir uns da nun messen können und ein Prädikat besitzen, das für Qualität steht“, erläutert Schmitz. Mit dem reinen Prädikat, das weiß er zu gut, ist es dabei nicht getan. „Es ist schon einiges, was da dahintersteckt. Alleine im Bereich Personal: mit Trainern, Physios, Athletiktrainern, Ärzten oder Psychologen.“

Viel Arbeit und nicht zuletzt viel Verantwortung hat sich Schmitz selbst bereits in jungen Jahren auferlegt. Vor allem als Leiter des mit 8000 Quadratmetern größten Fitnessstudios in der Landeshauptstadt. Aber auch über seine Ehrenämter, zu denen neben dem Wirken in der Arbeitsgemeinschaft und als Jugendtrainer noch die Arbeit als Klassenleiter für den Saarländischen Fußballverband (SFV) gehört. Parallel zum Job studiert er dual Fitness-Ökonomie, „eine Kombi aus Sport- und BWL-Studium“. Viel Freizeit bleibt ihm nicht, wobei Schmitz lachend anmerkt: „Ein wenig Privatleben ist schon noch da – es gibt schließlich nichts Wichtigeres als Familie und Freunde.“ Aber auch Fußball wird wichtig bleiben, obwohl er selbst nur noch selten spielt: „Ich möchte den Fußball auf keinen Fall missen – dafür ist meine Leidenschaft einfach viel zu groß“, bekräftigt Schmitz, der aktuell die B-Lizenz anpeilt. Er könne sich gut vorstellen, später eine Herrenmannschaft zu trainieren. Bis dahin gilt sein Hauptaugenmerk weiter dem Jugendfußball – ob nun als Funktionär, Sponsor oder als Trainer.