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Temporäre Gedenkstätte für Coronaopfer an Saarbrücker Ludwigskirche

Noch bis zum 18. April : Ludwigsplatz wird zeitweilig zur Gedenkstätte für Coronaopfer

Im Saarland sind inzwischen fast 1000 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Das damit verbundene Leid wird nach Ansicht der Saarbrücker Rundfunkjournalistin Ute Kunsmann zu wenig wahrgenommen.

Zusammen mit Freunden startete sie daher eine private Aktion, die den Toten ein öffentliches Gedenken geben soll: „Die Hauptopfer der Pandemie tauchen in der Öffentlichkeit nur als statistische Zahlen auf. Wir wollen an diese Menschen erinnern, indem wir Schieferplatten mit den Vornamen der Verstorbenen auf den Ludwigsplatz vor die Ludwigskirche stellen“, sagte Kunsmann und forderte betroffene Familien auf, die Namen weiterzugeben (kontakt@coronaopfer-saar.de).

Mehr als 100 reagierten bisher auf den Aufruf und gaben Sterbedaten und Namen an, die auf die ersten Tafeln übertragen wurden. Für den ersten Aktionstag dieser Art waren die Organisatoren damit sehr zufrieden, die Aktion müsse sich aber noch weiter herumsprechen. Man wolle bis Sonntag, 18. April, dem bundesweiten Gedenktag, weitersammeln. Am Freitagabend feierten die Kirchen am Ludwigsplatz auch einen ökumenischen Gottesdienst für die Verstorbenen, gestaltet von Saarbrückens Dechant Benedikt Welter aus der Pfarrei St. Jakob und dem Pfarrer der Ludwigskirche, Thomas Bergholz. Seit Beginn der Pandemie sind im Saarland laut Gesundheitsministerium 946 Menschen gestorben (Stand: Mittwoch). Die Zahl der Geheilten liegt demnach bei 30 082.

Kontakt und weitere Informationen unter www.coronaopfer-saar.de