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Tamis geht mit Karg-Elert-Tagen in Saarbrücken in den Endspurt

Tage alter Musik im Saarland : Das Tamis-Festival endet mit einem Festival

Von Donnerstag bis Sonntag tagt die Karg-Elert-Gesellschaft hier und beschert den Tagen Alter Musik etwas Neues.

(red) Tamis, die Tage Alter Musik im Saarland, begeben sich auf die Zielgerade, hin zum abschließenden Höhepunkt des diesjährigen Durchgangs. Dieser Abschluss ist eine Art „Festival im Festival“. Er ist dem bislang noch eher in englischsprachigen Ländern bekannten Komponisten Sigfrid Karg-Elert (1877-1933) gewidmet und bringt in vier Tagen ganze acht Veranstaltungen.

Lutz Gillmann, künstlerischer Leiter der Tamis 2019 und bekennender Karg-Elert-Fan, hat sich aufgrund von dessen Affinität zur Alten Musik für diesen Festivalschwerpunkt entschieden. Ihm ist der Coup gelungen, die Jahrestagung der Karg-Elert-Gesellschaft nach Saarbrücken zu holen und diese so mit Tamis zu verbinden.

Als Prolog spielt der Saarbrücker Orgel-Professor Jörg Abbing am Donnerstag, 30. Mai, 17 Uhr, in der Stiftskirche St. Arnual Werke von Karg-Elert und Messiaen.

Festlich eröffnet wird die Jahrestagung der Karg-Elert-Gesellschaft um 19 Uhr in der Völklinger Versöhnungskirche von dem dortigen Chor, Sängern und Sängerinnen der Hochschule für Musik Saar (HfM) und dem Orchester ConAffetto unter der Leitung von Lutz Gillmann. Zu hören sind das Te Deum von Marc-Antoine Charpentier, Heinrich von Herzogenbergs Kantate „Gott ist gegenwärtig“ sowie Musik von Karg-Elert, Weyrauch u. a.

Am Freitag, 31. Mai, 18 Uhr, bietet Jan Hennig an einem historischen Mustel-Kunstharmonium im Gemeindezentrum Alte Kirche St. Johann Karg-Elerts „Portaits“ – 400 Jahre Musikgeschichte in zwei Stunden.

Nach einem Ortswechsel in die HfM Saar folgt dort um 20.30 Uhr „Altes Leipzig in neuem Gewand“, Musik von Grieg, Karg-Elert, Enescu u. a. auf Originalinstrumenten, gespielt von Anne Freitag, Flöte, und Gilad Katznelson, Fortepiano.

Am Samstag, 1. Juni, werden von Štefan Iľaš in „Ostinati, Arie e Partite“ – in der St. Johanner Orgelmatinee in der Basilika (11.30 Uhr) – und von Reinhard Siegert im Hör-zu-Konzert in der Johanneskirche (16 Uhr) in „Canzone, Passacagli e Ciaccone“ Kompositionen von Karg-Elert und Frescobaldi gegenübergestellt. Um 20 Uhr spielen Christoph Schickedanz (Violine) und Ernst Breidenbach (Klavier) im Konzertsaal der Musikhochschule Musik von Karg-Elert und Gernsheim.

Das Abschlusskonzert von Tamis am Sonntag, 2. Juni, 17 Uhr, wird von Skomrah Corona, (Barock-)Tanz und dem Barock-Ensemble Camire gestaltet und steht unter dem Motto „Sigfrids Rendez-vous – ein Tanz musikalischer Weltbürger“. Mit Musik von Karg-Elert, Telemann, Bach, Böhm, Lully, Rameau u. a. in Choreographien verschiedener Stile.

Karten gibt es im Musikhaus Knopp, Tel (0681) 910 10 13, sr-shop@musikhaus-knopp.de und bei der Akademie für Alte Musik im Saarland e. V., Tel (0681) 910 24 85, akademie@alte-musik-saarland.de