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Streit um Weihnachtsmarkt in Alt-Saarbrücken: Einigung in Sicht?

Kehrtwende? : Streit um Alt-Saarbrücker Weihnachtsmarkt: Einigung scheint in Sicht

Nach der Absage an einige Schausteller und Standbetreiber seitens des städtischen Kulturamtes haben Vertreter des Stadtrates den Druck auf die Verwaltung erhöht.

Vieles deutet darauf hin, dass Schausteller, Vereine, Einzelanbieter und sonstige Geschäftsleute doch noch am Alt-Saarbrücker Weihnachtsmarkt rund ums Schloss teilnehmen können, die zuerst bei der Standplatzvergabe leer ausgegangen sind. Demnach soll es mit den Betroffenen Nachverhandlungen und -nominierungen geben. Entsprechende SZ-Informationen bestätigte Stadtverordneter Peter Buwen (Linke) kurz vor Beginn der Stadtratssitzung am Dienstagnachmittag (30.Oktober). Dabei ging er allerdings nicht auf Details ein.

Veränderte Ausschreibung

Es habe, so sagte er, Veränderungen bei den Ausschreibungsmodalitäten im Vergleich zu den Vorjahren gegeben. Diese führten nicht nur bei den Teilnehmern des Traditionsmarktes zu Irritationen und Ärger. Auch die Kommunalpolitiker hätten sich darüber gewundert, nicht im Vorfeld informiert worden zu sein. Zwar liege es durchaus im Zuständigkeitsbereich des Amtsleiters, die Ausschreibung zu ändern und an womöglich neue Sicherheitsvoraussetzungen anzupassen. Aber ein „wenig mehr Fingerspitzengefühl“ hätte der ganzen Sache den Wind aus den Segeln genommen, wertete Buwen.

Anfragen im Stadtrat

Ähnlich scheinen es CDU und FDP zu sehen, die mit eigenen Anfragen während der Sitzung Antworten erhalten wollen, warum es zu den Konflikten zwischen Standbetreibern und Stadt Saarbrücken als Veranstalter gekommen ist.

Wut und Enttäuschung

Wenn fürs Wochenende 1./2. Dezember, rund 250 Buden vor dem Saarbrücker Schloss, auf den benachbarten Parkplätzen und entlang der Franz-Josef-Röder-Straße aufgebaut werden, sind nach bisherigem Stand einige nicht dabei, die zu den Gründern gehören, die vor mehr als vier Jahrzehnten den Markt ins Leben gerufen haben. Das hatte für Enttäuschung und Wut gesorgt.

Teurer, weniger Platz

Die Stadt hatte das neue Ausschreibeverfahren unter anderem damit begründet, dass die Sicherheitsstandards breitere Fluchtwege vorsehen. Zudem ärgerten höhere Standpreise die Anbieter. Diese orientierten sich, verteidigte ein Stadtpressesprecher, an der Höhe vergleichbarer Großveranstaltungen der Landeshauptstadt.

Kommt die große Orgel?

Von einer Absage betroffen ist auch Heino Jockers: Er war seit vielen Jahren mit seiner Kirmesorgel von 1907 auf dem Weihnachtsmarkt präsent. Ob auch er nachträglich eine Zusage erhält, ist nicht klar.