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Stadtwerke ziehen positive Zwischenbilanz

Daseinsfürsorge : Stadtwerke ziehen positive Zwischenbilanz

Geschäftführer Edlinger: Daseinsfürsorge für die Landeshauptstadt ist trotz Corona-Krise gesichert.

„Wir sind in dieser Krise auch weiterhin gut aufgestellt und können unsere Kunden über unsere Netze wie bisher sicher und zuverlässig mit Wasser, Strom, Gas und Fernwärme versorgen“, schreiben die beiden Geschäftsführer der Stadtwerke Saarbrücken, Franz-Josef Johann und Peter Edlinger. Für den Fall personeller Engpässe verfüge der Konzern über einen entsprechenden Notfallplan, der jeweils der Lage angepasst werde.

Im Zuge der Schließungen der Saarbrücker Bäder mussten die Stadtwerke allerdings für den Großteil der dort eingesetzten Beschäftigten Kurzarbeit beantragen. Aufgrund des Samstagsfahrplans sind auch einige Fahrer der Verkehrsbetriebe von Kurzarbeit betroffen.

„Alle anderen arbeiten derzeit noch im Außerordentlichen Regelbetrieb, was bedeutet, der Betrieb wird normal weitergeführt, allerdings mit Einschränkungen durch andere Arbeitsweisen wie etwa Home-Office oder räumlich getrennte Gruppen. Der ÖPNV wird weiterhin bedient“, so Edlinger.

Die Stadtwerke mit ihren Tochtergesellschaften beschäftigen über 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Viele der Beschäftigten nutzten bereits die Möglichkeit des Home-Office. „Die Gesundheit unserer Beschäftigten, die nicht von zuhause aus arbeiten können, bedarf eines besonderen Schutzes. Deswegen haben wir die Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen auf den Baustellen und in den Werkstätten angepasst“, erklären die Geschäftsführer. In den Bussen der Saarbahn ist der vordere Einstieg beim Fahrer nicht mehr möglich. Eine Folienwand zum Fahrgastraum soll das Infektionsrisiko für die Fahrer zusätzlich minimieren. Ist bei bestimmten Tätigkeiten die Anwesenheit im Büro erforderlich, dann seien die Beschäftigten angehalten, sich nur alleine in einem Büroraum aufzuhalten.

Um die Ausbreitung der Pandemie zu verlangsamen, wurden die Schwimmbäder bereits am 14. März landesweit geschlossen. Bei den Stadtwerken sind das Hallenbad Dudweiler und die Kombibäder in Altenkessel und Fechingen betroffen. Insgesamt 13 Bäder-Mitarbeiter befinden sich in Kurzarbeit. 16 Fachkräfte überwachen – versetzt in Gruppen mit zwei Personen – die Infrastruktur der Bäder. „Wir können die Bäder nicht einfach ausschalten, die Überwachung der Wasserqualität und Pflege der technischen Anlagen und Gebäude muss weiterlaufen“, erläutert Geschäftsführerin Gabriele Scharenberg-Fischer.