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Stadtwerke erwirtschaften 2019 Überschuss von 1,7 Millionen Euro

Bilanz für 2019 : Stadtwerke erzielen Überschuss in Millionenhöhe

Bilanz des Stadtwerke-Konzerns in Saarbrücken weist ein Plus von 1,7 Millionen Euro aus. Rote Zahlen für 2020 erwartet.

Die Stadtwerke Saarbrücken haben den Erfolg aus den Vorjahren erneut bestätigen können. Im Geschäftsjahr 2019 erwirtschaftete der Stadtwerke-Konzern mit seinen rund 1000 Mitarbeitern einen Überschuss von 1,7 Millionen Euro. Im Jahr 2018 lag der Überschuss bei 5,3 Millionen Euro. Dabei erzielte das kommunale Unternehmen einen Umsatz von 234,6 Millionen Euro.

Die Investitionen in 2019 stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent auf 31,3 Millionen Euro. Das Konzern-Plus von 1,7 Millionen Euro dient der Konsolidierung und damit der Zukunftssicherung, wie die Stadtwerke in einer Pressemitteilung selbst erklären.

Zu den Geschäftsfeldern der Konzerngesellschaften zählen schwerpunktmäßig die Erzeugung von Strom und Fernwärme, der Netzbetrieb von Gas, Wasser, Strom sowie Fernwärme, die Wassergewinnung, der öffentliche Personennahverkehr und der Bäderbetrieb sowie der Vertrieb von Energie, Wasser und weiteren Dienstleistungen.

Das Ergebnis im traditionellen Kerngeschäft, im Netzbetrieb und beim Wasserverkauf, blieb 2019 erneut positiv und auf Vorjahresniveau. Deutlich erhöht habe  sich die Rendite der Minderheitsbeteiligung an der Firma Energie SaarLorLux, einer Tochtergesellschaft des privaten französischen Engie-Konzerns. Auch die Erträge der Stadtwerke-Töchter  co.met und Stadtwerke Saarbrücken Beteilungsgesellschaft seien gewachsen. Die Saarbahngesellschaften konnten durch gezielte Restrukturierung das Planergebnis deutlich verbessern, der Verkehrsbereich und auch der Bäderbetrieb machen aber weiterhin Verluste.

Über den Jahresüberschuss hinaus hat der Stadtwerke-Konzern wesentlichen Anteil an dem Angebot der Daseinsvorsorge in Saarbrücken und der Region. „Rechnet man die Übernahme der Verluste aus den defizitären Bereichen Verkehr und Bäder, die Konzessionsabgaben und Steuern sowie den Personalaufwand und vergebene Aufträge an Unternehmen mit Sitz innerhalb des Regionalverbands Saarbrücken hinzu, ergibt sich eine Wertschöpfung des Stadtwerke-Konzerns in der Region von 214 Millionen Euro“, sagt Peter Edlinger, Geschäftsführer der Stadtwerke Saarbrücken.

Wie geht es weiter? Von 2003 bis 2013 schrieb der Stadtwerke-Konzern rote Zahlen. Seit 2014 erwirtschaftet er aber regelmäßig Gewinne. Für 2020 prognostizierten die Stadtwerke-Geschäftsführer jedoch massive Einbußen aufgrund der Corona-Krise. Allein beim Verkehr werden für das laufende Jahr Einnahmerückgänge zwischen vier und fünf Millionen Euro erwartet. Auch das Defizit der Bäder werde sich weiter erhöhen. „Wir werden aller Voraussicht nach in 2020 rote Zahlen schreiben“, sagt Edlinger.

Trotz der Corona-Krise sehen beide Geschäftsführer den Stadtwerke-Konzern dennoch für kommende Aufgaben gut gerüstet: „Die Stadtwerke sind für die gesicherte kommunale Daseinsvorsorge verantwortlich, unterstützen mit ihren Investitionen im zweistelligen Millionenbereich auch die regionale Wirtschaft und treiben die Umwelt- und Ressourcen schonende Entwicklung von Saarbrücken voran.“ So investieren die Stadtwerke allein in die Modernisierung des Fernwärmenetzes 2020/2021 13 Millionen Euro.