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Stadtrat stimmt Wohngebiet in Alt-Saarbrücken zu

Stadtrat stimmt für neues Wohngebiet : Droht ein Verkehrschaos am Triller?

Stadt will mit Halteverboten und Kontrollen des Ordnungsamts in Alt-Saarbrücken dagegenhalten.

Die Triller Wohnpark GmbH kann den Röchlingpark in Alt-Saarbrücken bebauen. Der Stadtrat hat am Dienstagabend gegen die Stimmen von Grünen und FDP den Bebauungsplan endgültig beschlossen. Beide Fraktionen haben vor allem Bedenken wegen des Verkehrs während der Bauphase. Damit es nicht zum Chaos am Triller in Alt-Saarbrücken kommt, werde das Ordnungsamt stark kontrollieren und die „Fremdparker“ aus dem Viertel heraushalten, sagte Dezernent Ralf Latz (SPD).

Nach Angaben von Ingo Beckendorf, Mitarbeiter der Pressestelle, hat ein Verkehrsgutachten gezeigt, dass ein Großteil der vorhandenen Parkplätze im Trillerweg nicht von Anwohnern genutzt wird. Im Trillerweg sollen deshalb während der Bauphase einige Stellplätze wegfallen, damit Autos und Lkw an vielen Stellen leichter aneinander vorbeikommen. Für die anderen Parkplätze gilt: „Es ist geplant, dass Halteverbotszonen eingerichtet werden, in denen die Anlieger mithilfe einer Ausnahmegenehmigung ihre Fahrzeuge trotzdem abstellen dürfen. Die Ausnahmegenehmigung wird auf Antrag gebührenfrei erteilt“, erklärte Beckendorf. Die Verwaltung glaubt, dass sich die Parksituation für die Anlieger während der Bauphase sogar verbessern wird. Das Ordnungsamt werde den fließenden und ruhenden Verkehr verstärkt überwachen.

Diese Straße nutzen an einem normalen Werktag rund 2000 Fahrzeuge. Das ist eines der Ergebnisse des Verkehrsgutachtens, teilte Beckendorf weiter mit. „In den anderen Straßen ist das Verkehrsaufkommen deutlich geringer.“ Die hohe Belastung mit Verkehr und Lärm war einer der Hauptkritikpunkte der „Interessengemeinschaft Triller“, die gegen die Bebauung des Röchlingparks mobil machte.

In dem Verkehrsgutachten werden mögliche Routen für den Lkw-Verkehr zu den einzelnen Baufeldern genannt. Für das Baufeld am Trillerweg wird eine Einbahnregelung für die Baustellenfahrzeuge vorgeschrieben, sagte Beckendorf: „Die Zufahrt soll über den Lerchesflurweg, die Spichererbergstraße und den Trillerweg bis zum Baufeld erfolgen, die Ausfahrt vom Baufeld ist über den Trillerweg bergab bis zur Vorstadtstraße vorgesehen.“ So soll vermieden werden, dass Lkw in den engen Straßen aneinander vorbei müssen. Da sich aber Lkw und Autos in den Straßen begegnen und die Kurve am Hotel am Triller besonders eng ist, werde dort ein absolutes Halteverbot eingerichtet. In dem Teil der Spichererbergstraße mit Pflastersteinen werde die Geschwindigkeit für die Lkw auf zehn Stundenkilometer beschränkt, erklärte Beckendorf. Der nun vom Stadtrat beschlossene Bebauungsplan erlaubt dem Investor, mehrere Einzel- und Mehrfamilienhäuser auf dem Gelände des Röchlingparks zu bauen. Hermann Hoffmann, baupolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, lobte in der Stadtratssitzung die „maßvolle Bebauung“, ein großer Teil der Bäume im Röchlingpark bleibe erhalten. Hoffmann erinnerte daran, dass die Stadt Saarbrücken schon zweimal vor dem Oberverwaltungsgericht gescheitert sei, weil sie eine geringere Bebauung des Parks wollte.