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Stadt Saarbrücken führt das Licht-Projekt "Flusslicht" weiter

Das Projekt „Flusslicht“ von Martin Fell geht weiter : Er zeigt die Saar in besonderem Licht

Gerade in diesen Tagen braucht man ein bisschen Licht, damit die vielen dunklen Stunden schöner werden. Das Projekt „Flusslicht“ des viel zu früh verstorbenen jungen Künstlers Martin Fell ist da genau richtig. Das sieht auch die Stadt Saarbrücken so.

Fast auf den Tag genau vor vier Jahren, am 24. November 2017, wurde unter der Bismarckbrücke das Kunstprojekt „Flusslicht“ von Martin Fell initiiert. Die Lichtinstallation an der Unterseite der Bismarckbrücke setzt seither mit Beginn der Abenddämmerung nicht nur die Architektur der Unterseite der Brücke in ein besonderes Licht, sie wertet diesen Bereich auch auf, erhellt ihn.

Denn die Bilder von „Flusslicht“ spiegeln die Oberfläche des Wassers an die Unterseite der Bismarckbrücke, reflektieren die bewegte Wasseroberfläche und zeigen ständig neue Lichtbilder. Diese Bilder und Reflexionen entstehen immer in Abhängigkeit vom Wellengang des Wassers und der Wettersituation.

Mit Einschalten der Brückenbeleuchtung jeden Abend war auch die Lichtinstallation nun für vier Jahre sichtbar. Über diesen Zeitraum war das Projekt bisher finanziell abgesichert.

In der Zwischenzeit ist viel passiert. Martin Fell, geboren 1985 in Völklingen, studierte Media Art & Design an der Hochschule der Bildenden Künste Saar, HBK, war ab dem Jahr 2019 Meisterschüler bei Prof. Daniel Hausig. Im gleichen Jahr wurde er für den Kunstpreis Robert Schuman nominiert.

Gemeinsam mit seinem Kommilitonen François Schwamborn nahm er im Rahmen des „Collumina“ Lichtkunstfestivals 2020 in Köln mit der Arbeit „Nervous Swiming“ teil, ebenfalls eine Lichtinstallation zum Thema Wasser, die auf die Außenfassade des Agrippabades projiziert wurde. Ende 2020 verstarb Martin Fell dann überraschend.

Nach Ablauf der vier Jahre der Lichtinstallation „Flusslicht“ wollte die Fraktion der Grünen des Saarbrücker Stadtrates nun wissen, wie es mit dem Projekt „Flusslicht“ weitergeht? Sylvia Kammer-Emden, Leiterin des Kulturamtes der Landeshauptstadt Saarbrücken, erklärte dazu, dass die Wartungsarbeiten erstmal nur für vier Jahre vergeben wurden. „Die Installation ist anfällig, da sie dauerhaft draußen steht“, sagt sie.

Allerdings konnte sie Gutes vermelden. „Die Anfrage der Grünen hat sich mit unserer Arbeit überschnitten. Denn wir sind schon vorher aktiv geworden, haben bereits den Auftrag zur weiteren Wartung erteilt und konnten auch die Mittel dazu für die nächsten vier Jahre freigeben“. „Flusslicht“ wird also auch in der nächsten Zeit, vorerst bis November 2025, weiterhin die Unterseite der Bismarckbrücke künstlerisch aufwerten, eine lange Zeit für eine temporär angedachte Kunstaktion. Und ganz nebenbei wird „Flusslicht“ solange auch eine leuchtende Erinnerung an den Künstler Martin Fell sein.