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Wahrnehmung der Eltern ist wichtig: Spezielles bei palliativer Versorgung von Kindern

Wahrnehmung der Eltern ist wichtig : Spezielles bei palliativer Versorgung von Kindern

In einem Vortrag haben dieser Tage die Kinder-Palliativ-Ärztin Dr. Ute König und Kinderkrankenschwester mit Zusatzausbildung Anne-Christin Müller die Besonderheiten und spezifischen Probleme der palliativen Versorgung bei Kindern erläutert. Ziel der palliativen Versorgung ist es, die Zeit, die den Kindern bleibt, mit Leben zu füllen. Bei Kindern ist eine mehrfache palliative Versorgung bis ins Erwachsenenalter keine Seltenheit, weiß Anne-Christin Müller zu berichten. Hierfür steht im Saarland nur ein Spezialisiertes Ambulantes Palliativteam für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zur Verfügung. Das Einsatzgebiet erstreckt sich aber bis auf die nahen Grenzregionen von Rheinland-Pfalz und Frankreich.

Wie bei den Erwachsenen hält auch das SAPV Team Kinder eine 24-Stunden-Rufbereitschaft vor. Doch während SAPV-Teams bei den Erwachsenen in einem Notfall innerhalb von 15 Minuten vor Ort sein können, ist eine bis zu zweistündige Anfahrtszeit bei den Kindern in einer Krisensituation heikel. In diesen Fällen muss das eingerichtete Netzwerk vor Ort greifen, erläutert Dr. König. Eine weitere Problematik liegt im Bereich der Medikamentenversorgung, da es kaum Schmerzmedikamente in säuglings- oder kindgerechter Darreichungsform gibt. In der Regel ist eine Kommunikation mit den kleinen Patienten nicht möglich, deshalb sind die Wahrnehmungen der Eltern unerlässlich, um Schmerzen zu lokalisieren und Linderung verschaffen zu können. Ein großer Vorteil in der palliativen Versorgung liegt darin, dass für die Kinder und ihre Angehörigen aufgrund der wenigen Fälle in allen Belangen ausreichend Zeit zur Verfügung steht.

Infos zum St. Jakobus Hospiz unter www.stjakobushospiz.de und zum Förderverein St. Jakobus Hospiz unter www.foerderverein-stjakobushospiz.de oder unter Tel (0681) 9 27 00 - 0