Gastronomie lokal : So kann man online Gastronomen helfen

Mehrere neu gegründete Internet-Portale informieren über Liefer- und Abholdienste im Regionalverband Saarbrücken.

Gastronomen haben es derzeit, wie viele andere kleine Betriebe, nicht leicht. Die Räume müssen geschlossen bleiben, lediglich Abhol- und Lieferdienste sind erlaubt. Viele können das aber gar nicht stemmen. Umsatzeinbußen sind abzusehen. Um Restaurants zu unterstützen, wurden in dieser Woche mehrere Portale ins Leben gerufen. Unter www.chefshometable.de kann man Restaurants finden, die Liefer- und Abholdienste anbieten. „Wir als Agentur haben uns überlegt, welchen Beitrag wir in der aktuellen Situation leisten können und welche Branchen derzeit am stärksten von Umsatzausfällen betroffen sind“, sagt Benjamin Knur, Geschäftsführer der Portvier GmbH in St. Ingbert.

Das Unternehmen hat das Portal Anfang der Woche ins Leben gerufen, nun sind bereits zehn Gastronomiebetriebe auf der Homepage zu finden. „Mit unserer Seite möchten wir den Leuten einen Überblick verschaffen und die Angebote bündeln“, erklärt Knur. Die Restaurants haben ganz unterschiedliche Angebote. Bei einigen müsse man einen Tag vorbestellen, einige bieten ihre komplette Karte an, einige nur Auszüge, bei anderen gibt es eine direkte Verlinkung zum Onlineshop.

„Dieses Portal ist non profit und für alle Betriebe kostenlos. Wir freuen uns einfach, wenn wir mit dieser Möglichkeit helfen können“, so Knur. „Der Gastroszene sind wir nahe, weil wir von der Agentur auch gerne essen gehen. Wir freuen uns über jeden, der diese harten Zeiten übersteht.“

Der positive Nebeneffekt sei, dass man so auch die Möglichkeit habe, ganz neue Restaurants für sich zu entdecken. Das St. Ingberter Portal kann von Menschen im Raum Dudweiler oder dem Saarbrücker Osten genutzt werden.

Auch über www.rettet-guddgess.saarland kann man Gastronomiebetriebe einfach und unkompliziert unterstützen. So hat man auf der Seite die Möglichkeit, Gutscheine von Restaurants zu kaufen oder direkte Spenden abzugeben. Thomas Beckert vom Saarbrücker IT-Dienstleister Site Point GmbH hat die Seite ins Leben gerufen. „Wir möchten Stammkunden von Betrieben die Möglichkeit bieten, ihre Lieblingsgastronomen zu unterstützen“, sagt Beckert. Und er ergänzt: „Die Gastronomen müssen im Moment umswitchen. Sie müssen Gutscheine anbieten, um wenigstens einen Teil ihres Umsatzes zu machen. Viele sind davon überfordert, weil sie sich noch nie damit befassen mussten, wie man so etwas anbietet.“

Über sein Portal laufe die komplette Kaufabwicklung, der Umsatz gehe eins zu eins an den jeweiligen Gastronomen. Die Internetseite ist am Montag gestartet, schon jetzt seien 23 Betriebe auf der Homepage zu finden. „Unser derzeitiger Rekord ist der Ulanenpavillon. Erst am Donnerstag kam er dazu und Stand Freitagmittag hat er bereits Spenden in Höhe von 2000 Euro eingenommen“, freut sich Beckert.

Auf der Homepage seien zudem Vorlagen für Plakate zu finden, die man ganz einfach ausdrucken könne. „Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit sie im heimischen Supermarkt oder beim örtlichen Bäcker aufzuhängen und weiter Werbung für das Portal zu machen“, erklärt Beckert. Denn das Geld, das man sonst auch in die Restaurants stecke, könne man so nun weiter sinnvoll investieren.

Eine weitere Initiative kleiner Läden in Saarbrücken und Umgebung, die in der Corona-Krise zusammen halten, ist  „mirsinn.do“. „Und damit wir es auch bleiben, kann jeder Einzelne etwas tun. Nach dem Motto: Unterstützt die Lieferservices, Gutscheinangebote und unzählige Alternativen für Zuhause, um die bunte Vielfalt unserer Stadt und der Region zu erhalten“, sagt Initiativ-Gründerin Annika Gard vom Saarbrücker Café Moccachili in der Nähe des St. Johanner Marktes.

www.rettet-guddgess.saarland

www.betterplace.me/ulan-pavillon

www.leetchi.com/de

www.chefshometable.de

www.mirsinn.do