Sexuelle Übergriffe: Ermittlungen gegen Feuerwehrmann in Saarbrücken

Kostenpflichtiger Inhalt: Ermittlungen laufen : Sexuelle Übergriffe – Schwere Vorwürfe gegen Saarbrücker Berufsfeuerwehrmann

Gleich mehrfach soll es nach Auskunft der Staatsanwaltschaft zu Belästigungen im Dienst gekommen sein.

Nach dem Streit um den abberufenen Leiter der Saarbrücker Berufsfeuerwehr rückt die Truppe erneut ins Blickfeld der Öffentlichkeit – abermals nicht mit ihrer eigentlichen Funktion. Denn jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen Feuerwehrmann. Dabei geht es um den Vorwurf sexueller Übergriffe und Belästigungen. Entsprechende Informationen bestätigte deren Pressesprecher Dennis Zahedi auf Nachfrage.

Demnach wird dem Beamten vorgeworfen, während der Arbeit mehrfach Frauen angegangen zu haben. In der Anzeige werde dem Mann vorgeworfen, „seit mindestens Anfang des Jahres 2019 in mehreren Fällen in Ausübung des Dienstes sowohl gegenüber Kolleginnen im Feuerwehrdienst als auch gegenüber einer Notärztin des Klinikums Saarbrücken sexuell übergriffig geworden zu sein beziehungsweise diese sexuell belästigt zu haben“. Weitere Detailangaben macht Staatsanwaltssprecher Zahedi mit Verweis auf den Verfahrensschutz nicht. Nur so viel: Die Anzeige gegen den Feuerwehrmann erfolgte aufgrund eines Schreibens des städtischen Rechtsamtes. Und bei dem Beamten handle es sich um einen Feuerwehrmann, der im Brandschutz und Rettungsdienst als Fahrer eingesetzt ist.

Unterdessen ist auch die Kripo in Saarbrücken mit der Angelegenheit befasst. So sollen Ermittler die Geschädigten vernehmen. Dafür ging die entsprechende Akte der Staatsanwaltschaft an den Kriminaldienst der Saarbrücker Polizei, wie Georg Himbert bestätigt. Der Pressesprecher des Landespolizeipräsidiums äußerte sich indes nicht zum aktuellen Sachstand.

Seit Jahren kommt die Berufsfeuerwehr in der saarländischen Landeshauptstadt nicht zur Ruhe. Auslöser für immer wieder neue Schlagzeilen war die gerichtliche Auseinandersetzung um deren Leiter. Alle von der Stadtverwaltung angestrengte Verfahren, um ihn aus dem Amt zu entfernen, gingen für ihn aus.

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