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Seehofer ordnet Kontrollen an Grenzübergängen im Saarland an

Kostenpflichtiger Inhalt: Nach Vorschlag von Saar-Innenminister Klaus Bouillon : Seehofer ordnet Kontrollen an Grenzübergängen im Saarland an

Inspektion in Bexbach soll kurzfristig personelle Unterstützung erhalten

An den Grenzübergängen von Frankreich ins Saarland wird ab dem späten Donnerstagnachmittag wegen der Corona-Krise der einreisende Verkehr wieder verstärkt kontrolliert. Anlass ist, dass das Robert-Koch-Institut (RKI) die benachbarte Region Grand Est, zu der Lothringen, das Elsass und der Bereich Champagne-Ardenne gehören, zum internationalen Risikogebiet erklärt hat.

Innenminister Klaus Bouillon (CDU) bestätigte jetzt auf Anfrage unserer Zeitung, dass Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auf seine Anregung hin, temporäre Grenzkontrollen durch die Bundespolizei im Saarland genehmigt und angeordnet hat. In einem Telefonat habe Seehofer zudem zugesagt, dass die für das Saarland zuständige Bundespolizeiinspektion in Bexbach personelle Verstärkung aus anderen Einheiten erhalte. Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) war über diese Initiative informiert und begrüßt das Vorgehen. Bundespolizei-Präsident Dieter Romann sei bereits informiert und habe seine Unterstützung spontan zugesagt.

Besucher aus Frankreich sollen demnach von den Beamten befragt und überprüft werden. Sollten sie Symptome wie Husten und Fieber zeigen, werde die Einreise vorerst verweigert. Im Zweifel sollen entsprechende Fiebermessgeräte, die derzeit noch in einer größeren Anzahl besorgt werden, zum Einsatz kommen.

Bouillon betonte, dies sei eine rein präventive Maßnahme um die Ausbreitung des Corona-Virus möglichst einzudämmen.