Sechs verletzte Polizisten in Saarbrücken bei über 100 Einsätzen am Wochenende

Bei über 100 Einsätzen am Wochenende : Sechs verletzte Polizisten in Saarbrücken

Die sechs Polizeibeamten und -beamtinnen wurden bei drei verschiedenen Einsätzen in Saarbrücken verletzt. Über 100 Einsätze hatte die Polizei Saarbrücken von Freitagabend bis Sonntagmorgen.

Über 100 polizeiliche Einsätze fanden von Freitagabend bis Sonntagmorgen statt, teilt die Polizeiinspektion Saarbrücken mit. Bei drei davon wurden Einsatzkräfte verletzt.

In der Nacht auf Samstag wurde der Polizei über Notruf mitgeteilt, dass eine vierköpfige Personengruppe in Güdingen randaliert. Die Gruppe soll Mülltonnen umgeworfen sowie Glasflaschen auf die Fahrbahn geschleudert haben. Nach dem Eintreffen der Polizei verweigerte ein 17-Jähriger der Gruppe das Vorzeigen seiner Papiere.

Der junge Mann wurde zunehmend aggressiver und schlug einem der Polizisten schließlich unvermittelt in das Gesicht. Während der Festnahme verletzte sich zusätzlich noch eine Polizeibeamtin am Knie. Die anderen drei Verdächtigen aus der Gruppe verhielten sich während der Festnahme ruhig. Der 17-Jährige wurde von der Polizei festgenommen und blieb über Nacht in Polizeigewahrsam. Wegen Verdachts auf Alkohol- und/oder Drogenkonsum wurde eine Blutprobe entnommen.

Am Samstagabend gegen 17:15 riefen Angestellte eines Lebensmittelmarktes auf dem Saarbrücker Eschberg die Polizei, weil ein Mann im Laden randalieren würde. Eine Kasse soll beschädigt worden sein, zudem habe der Mann Gegenstände durch den Laden geworfen. Einen Gegenstand soll er einer Mitarbeiterin des Marktes in das Gesicht geworfen haben - die Polizei stellte bei der Frau eine Prellung im Gesicht fest, Rettungswagen oder Notarzt waren allerdings nicht nötig.

Als die Polizei den Mann in der Nähe des Marktes antraf, griff dieser die Beamten direkt an. Drei Polizeibeamte zogen sich bei der Konfrontation Schürfwunden sowie Prellungen an Armen und Beinen zu. Dem Täter wurde ebenfalls eine Blutprobe entnommen - auch er blieb bis zur Ausnüchterung in Polizeigewahrsam.

In der Nacht auf Sonntag wurde eine Polizeistreife in der Saarbrücker Innenstadt im Vorbeifahren von einem Mann lauthals beleidigt. Da sich der Betroffene in der Folge weigerte, korrekte Angaben zu seiner Person zu machen und Papiere auszuhändigen, musste er zur Dienststelle gebracht werden. Dabei trat er wiederholt nach den Polizeibeamten. Einer der Polizisten erlitt hierbei Prellungen am Knie. Der Täter musste nicht in Polizeigewahrsam bleiben, sondern wurde einem Angehörigen übergeben.

Auf alle drei Täter kommen nun Ermittlungsverfahren zu. Unter anderem wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte, der versuchten beziehungsweise vollendeten Körperverletzung sowie wegen Beleidigung.

Mehr von Saarbrücker Zeitung