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Fahndung in Saarbrücken
Nach Unfall mit lebensgefährlich Verletztem sind jetzt Sonderermittler im Einsatz

Die Polizei und Feuerwehr im Einsatz an der Unfallstelle auf dem Eschberg in Saarbrücken, bei dem ein 55-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden ist. Jetzt ist eine Ermittlungsgruppe eingesetzt, um den Fall zu lösen.
Die Polizei und Feuerwehr im Einsatz an der Unfallstelle auf dem Eschberg in Saarbrücken, bei dem ein 55-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden ist. Jetzt ist eine Ermittlungsgruppe eingesetzt, um den Fall zu lösen. FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Die Polizei sucht mit eigens eingerichteter Ermittlungsgruppe nach dem Fahrer eines Wagens, der sich nach dem Unglück aus dem Staub machte. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Noch immer fahnden Beamte nach einem Autofahrer, der am Samstagabend (3. November) einen Fußgänger lebensgefährlich verletzt hat, sich aber um das Opfer nicht scherte. Trotz Zeugenaufrufs gebe es bislang keine konkreten Hinweise, den Unbekannten zu fassen. Deswegen setzte die Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt (vormals: St. Johann) eine eigene Ermittlungsgruppe mit fünf Kollegen ein, die sich um den Fall kümmern. Zusätzlich arbeiteten Spezialisten an einem Phantombild, meldet ein Pressesprecher des Landespolizeipräsidiums in der Landeshauptstadt. Das Alter des vermutlichen Mannes am Lenkrad: zwischen 35 und 40 Jahre.


Vage Hinweise auf das Auto

Bisher liegen nur vage Informationen zu dem Fahrzeug vor, mit dem der 55-Jährige erfasst wurde. Demnach könnte es sich um ein helles (weiß oder silbergrau) Auto, möglicherweise einen Kombi, handeln. Beobachter gehen wegen der runden Form und der LED-Blinklichter von einem jüngeren Baujahr aus. Aufschluss sollen Teile des Wagens geben, die nach dem Aufprall an der Unfallstelle zurückgeblieben sind oder an der Kleidung des Verletzten hafteten. Die Polizei geht davon aus, dass die Front stark beschädigt ist. Die Windschutzscheibe dürfte ohne eine Reparatur nicht mehr zu gebrauchen sein. Das Kennzeichen: entweder in Völklingen oder Neunkirchen zugelassen.



20 Meter durch die Luft geflogen

Was den Hergang betrifft: Zu dem folgenschweren Zwischenfall war es gegen 21.15 Uhr gekommen, als ein Saarbrücker die Breslauer Straße an einem Zebrastreifen überqueren wollte. In diesem Augenblick kam ein Autofahrer auf ihn zu, erwischte den Mann, der dadurch 20 Meter durch die Luft katapultiert wurde. Der Unbekannte am Steuer flüchtete. Der Erfasste landete unter einem geparkten Wagen. Diesen mussten Feuerwehrleute erst anheben, bevor der Verletzte gerettet und in eine Klinik gebracht werden konnte. Nach Angaben des Polizeisprechers Georg Himbert ist der Mann mittlerweile außer Lebensgefahr. Allerdings sei noch unklar, ob das Opfer bleibende Schäden zurückbehält.

Zeugenhinweise zum Tathergang oder zum Verbleib des Unfallautos an die Polizei in Saarbrücken, Telefon (06 81) 9 32 12 30.