Evangelisches Gemeindehaus: Sommermusik mit dem „Pelion-Duo“

Evangelisches Gemeindehaus : Sommermusik mit dem „Pelion-Duo“

Henrike von Heimburg und Trude Mészár bieten ein breit gefächertes Repertoire vom Barock bis zur Moderne.

(uhr) Malerisch ragt der Gebirgszug bei Thessaloniki ins Mittelmeer: In der griechischen Mythologie war Pelion die Heimat der Zentauren. „Pelion-Duo“ nennen sich nun Henrike von Heimburg (Klavier) und Trude Mészár (Cello), die sich am Freitag, 8. September, um 20 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus Scheidt (Scheidterbergstraße 9) hören lassen.

Anlass des Konzerts ist die Saarbrücker Sommermusik. Trude Mészár stammt aus Herxheim in der Nähe des pfälzischen Landau und wirkt seit einigen Jahren von Bern und Solothurn in der Schweiz aus. Die Cellistin des Kubus-Quartetts nahm an den Darmstädter Ferienkursen und der Luzerner Festival Akademie teil und arbeitet im Schweizer Theaterkollektiv mes:arts mit. Henrike von Heimburg, in Lahr im Schwarzwald geboren, spielte bereits auf internationalen Festivals, vor den Mikrofonen des Saarländischen Rundfunks und von Deutschlandradio Kultur; sie lebt heute in Saarbrücken. Hier lernten sich die beiden 2008 kennen, und zwar beim Kammermusizieren als Studierende der Hochschule für Musik Saar (HfM). 2013 dann die gemeinsame Reise im Rahmen eines aus den HfM-Reihen organisierten Meisterkurses zum griechischen Pelion-Berg. Der klangvolle Nenner Pelion-Duo war gefunden, das Miteinander wurde intensiviert, und im vergangenen Jahr schlossen die beiden Musikerinnen zusammen ihren Kammermusik-Master an der HfM bei Tatevik Mokatsian ab.

Unter dem Pelion-Etikett wird ein breit gefächertes Repertoire vom Barock bis zur Moderne gepflegt, selten aufgeführte Noten mit eingeschlossen. Doch Henrike von Heimburg lebt im Saarland, Trude Mészár in der Schweiz – da ist gemeinsames Arbeiten nicht leicht. „Durch die örtliche Distanz proben wir immer ‚auf der Hälfte‘ in Offenburg, der Heimatstadt von Henrike“, erzählt Trude Mészár: „Oftmals machen wir als Arbeitszwischenergebnis Hauskonzerte im Offenburger Schlössle“. Offenburger Schlössle wird umgangssprachlich die Jugendstilvilla ihrer Eltern genannt, erklärt Henrike von Heimburg, das Haus ist seit vielen Jahren eine bekannte und geschätzte Adresse für Konzerte und andere musikalische Festivitäten. Eine Tradition, die das Pelion-Duo fortführen und auch beleben möchte. Darüber hinaus stehen unter anderem mehrere Termine in Deutschland und in der Schweiz im Rahmen der bekannten Konzertreihe „Weltklassik am Klavier“ im Pelion-Terminkalender. Auf lange Sicht möchte der Zweier, der laut Trude Mészár unter anderem „Farbenvielfalt, Authentizität, ernsthafte Innerlichkeit und Texttreue“ an seine interpretatorischen Fahnen heftet, auch eine CD aufnehmen.

Das Sommermusik-Konzert rankt sich nun um die Sonate für Cello und Klavier des Schweizers Othmar Schoeck (1886 bis 1957), eines zentralen Komponisten des diesjährigen Festivals. „Schoeck ist eine wahre Entdeckung, und wir sind für den Vorschlag von Thomas Altpeter sehr dankbar“, sagt Henrike von Heimburg. „Im Zeichen der Zeit des Mystizismus, des Expressionismus, der Auflösung alter Muster findet der Komponist eine eindeutig spätromantische Klangsprache und weist doch intensiv in die Zukunft.“ Schoeck, ein bekannter Liedautor, „setzt das Cello mit seinem warmen Timbre wie eine Singstimme ein“, schwärmt Henrike von Heimburg. Darüberhinaus verspricht das Pelion-Duo Noten von Brahms, Debussy und Leos Janacek.

Los geht’s am Freitag, 8. September, 20 Uhr, Evangelisches Gemeindehaus Scheidt (Scheidterbergstr. 9). Eintritt frei.