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Saarbrücker Grüne kritisieren geplantes "Megabauprojekt" in Scheidt

Nach Bürgerprotesten : Grüne kritisieren geplantes „Megabauprojekt“ in Scheidt

Die Scheidter Bürgerinitiative wirft den Verantwortlichen „Mauschelei“ vor. Der Verfahrensprozess müsse laut Saarbrücker Grünen daher transparent und nachvollziehbar sein.

Die Bürgerinitiative, die im Saarbrücker Stadtteil Scheidt gegen ein geplantes Bauprojekt am Hermann-Löns-Weg kämpft (wir berichteten), erhält Rückendeckung vom Kreisverband der Saarbrücker Grünen. „Auf den beiden Grundstücken, die vom Besitzer zur Bebauung angeboten werden, stehen zurzeit eine abgebrannte Villa und die denkmalgeschützte Oppenheimer-Villa. Die verkehrliche Zuwegung, die jetzige Aufteilung der benachbarten Grundstücke und die Abwassersituation lassen eine Bebauung mit einer Versiegelung in einem größeren Ausmaß nicht zu“, sagt der Kreisvorsitzende Patrick Ginsbach.

Genau wie Jérôme Lange, Vorsitzender des Grünen Ortsverbandes Dudweiler/Scheidt, habe er volles Verständnis für die Bedenken der Anwohner: „Wir sind zuversichtlich, dass auch die einzuholenden Gutachten nach dem Aufstellungsbeschluss zu dem Ergebnis kommen, dass das Gelände wegen der umgebenden Bebauung nicht mehr erschließbar ist.“ Die Bürgerinitiative hatte unter anderem den Vorwurf der „Mauschelei“ zwischen Mitarbeitern des Baudezernats und der Baufirma in den Raum gestellt. Diese Bedenken solle die Stadt laut Ginsberg und Lange ernst nehmen und alle Verfahrensschritte transparent und nachvollziehbar machen.

„Sollten die Gutachten ergeben, dass eine Bebauung in geringem Umfang unter allen Abwägungen möglich ist, sollten die Planungen im weiteren Verfahren hier auf eine sozialverträgliche, ökologische Wohnbebauung festgelegt werden, die den Anwohner-Interessen nicht widerspricht“, fordern die beiden Grünen-Politiker. Ein beschleunigtes Bebauungsplanverfahren sei daher nicht angebracht.