Im zweiten Anlauf hat es geklappt

Knapp 350 000 Euro und der Einsatz vieler freiwilliger Helfer waren nötig – jetzt ist er fertig: der Kunstrasenplatz des SV Scheidt. „So ein Platz ist einfach attraktiver“, sagt der Vorsitzende Stefan Becker mit Blick auf den vorherigen Braschenplatz.

Der Ball rollt über die rötliche Oberfläche des Platzes. Hier und da wird feiner Staub aufgewirbelt. Schuhe und Stutzen der Spieler haben sich rötlich verfärbt. Das Knie des ein oder anderen wird von Schürfwunden geziert. Ein übliches Bild an Wochenenden bei so manchen kleineren Fußball-Vereinen, die ihre Spiele und Trainingseinheiten auf einem Braschenplatz durchführen müssen. Der SV Scheidt gehört nicht mehr zu ihnen. Der neue Kunstrasenplatz des Vereins ist fertig. Die Eröffnung findet am morgigen Samstag ab 13 Uhr statt. An diesem Sonntag um 15 Uhr erwartet Scheidt dann in der Kreisliga A Halberg die DJK Neuweiler.

Der Weg zu einem Kunstrasenplatz war für den Verein kein einfacher, aber ein wichtiger. Der neue Platz wird vom Vorsitzenden Stefan Becker als "ein zentraler Baustein für die Zukunft des SV Scheidt beschrieben. Alle spielen lieber auf einem Rasen- oder Kunstrasenplatz als auf einem Braschenplatz. Darum sind wir gezwungen, so etwas anzubieten, da sonst die Spieler über die Jahre zu Nachbarvereinen wechseln würden. So ein Platz ist einfach attraktiver." Aus diesem Grund werden auch alle Mannschaften des Clubs sowie die des FFC Dudweiler auf dem neuen Platz spielen.

Es war nicht der erste Anlauf des SV Scheidt , einen neuen Platz zu bekommen. "Wir haben bereits vor ein paar Jahren versucht, den Kunstrasenplatz zu verwirklichen. Damals sind wir aber an finanziellen Möglichkeiten gescheitert", sagt Becker.

Diesmal hat alles gepasst. Finanzielle Zuschläge für den Bau des Platzes gibt es von der Stadt und der Sportplanungskommission. "Diese Zuschläge sind zwingend notwendig", erklärt Becker und verweist auf die Kosten des Platzes, die etwa 350 000 Euro betragen. "Damals war der Eigenanteil noch nicht da", der laut des Vorsitzenden zum Teil durch ein Darlehen und zum Teil durch den "Förderverein Kunstrasenplatz SV Scheidt 1910 e. V." dieses Mal erbracht werden konnte. So wurden innerhalb von drei Jahren um die 45 000 Euro durch "Klinken putzen" und den Verkauf von einzelnen Teilen des Platzes gesammelt.

Neben dem Platz hat sich auch auf dem Gelände etwas getan. Es wurde eine Tribüne errichtet, der Platz wurde umzäunt und die Einfahrt wurde ausgebaut. Becker ist über die Unterstützung zahlreicher Helfer glücklich, die bei allen Arbeiten geholfen haben: "Es gibt viele Helfer, die seit 70 Tagen auf dem Platz helfen. Ohne diese fleißigen Helfer wäre das alles gar nicht möglich gewesen."

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