OB Britz in Scheidt : Charlotte Britz besucht Scheidt

Die Oberbürgermeisterin informierte sich vor Ort über geplante Bauvorhaben und die Verkehrsituation.

Eine Großbaustelle war am Dienstagnachmittag die wichtigste Station von Oberbürgermeisterin Charlotte Britz bei ihrem Stopp mit hochkarätigen Verwaltungsmitarbeitern in Scheidt. Zwischen Bahndamm und Kaiserstraße nämlich, wo sich die Umrisse des neuen Rewe-Einkaufszentrums bereits deutlich abzeichnen. Von der festen Betonplatte aus ziehen Bauarbeiter dort eine Steinwand nach der anderen hoch. Aus dem Beton ragende rostige Eisenstangen lassen bereits erahnen, wo die Betonpfeiler aus dem Boden schießen werden, die zusammen mit dem Ringanker den Neubau schließlich fest zusammenhalten.

Kunden und Zulieferer sollen hier zu Beginn des kommenden Jahres bereits – günstigenfalls sogar noch rechtzeitig zum Endspurt des Weihnachtsgeschäftes – über eine neu zu bauende Brücke von der Kaiserstraße aus auf das Gelände einfahren. Die bestehende Brücke werde abgerisssen, sagte Grünamtssprecherin Maja Kothe, die vor allem wegen der übrigen wichtigen Vorhaben in diesem Teil Scheidts in die Planungen eingebunden ist.

Der Rohrbach soll in diesem Bereich renaturiert werden, das gehört ebenso zu den weit gesteckten Aufgaben des Grünamtes, wie auch der neue Spielplatz, der in unmittelbarer Nachbarschaft des Einkaufsmarkts entstehen soll. Diese Punkte aber machen den Anwohnern Sorgen. Sie meldeten sich beim Ortstermin zahlreich zu Wort. „Noch bestehende Einleitungen abklemmen“, so eine der wichtigsten Forderungen. Denn was nutzt ein hübsch anzuschauender Bachlauf, der allen stinkt? Und: Was ist, wenn Jugendliche das Spielplatzgelände in der Dämmerung für sich beanspruchen, dort Alkohol konsumieren und das Leergut, schlimmstenfalls sogar  in Scherben zurücklassen?

Britz dazu: „Das hat es immer schon gegeben. Wenn wir uns davon abbringen ließen, Spielplätze zu bauen, könnten wir es gleich lassen.“ Es gilt wohl, auf die Vernunft der jungen Leute zu hoffen. Übrigens wäre es der einzige Kinderspielplatz, der in diesem Teil Scheidts verfügbar wäre, wie zu hören war. Der Standort sei alternativlos, wie Bezirksbürgermeister Rainer Schwarz (SPD) betonte: „Das einzige Gelände, auf das die Stadt direkt Zugriff hat.“ In diesem Fall über die Stadtwerke.

Auf dem Weg zum Dialog zwischen Bürgern und Verwaltung im Gemeindehaus  war dann noch unter anderem die Verkehrssituation ein wichtiges Thema. Das Thema Rasen sei derzeit weniger ein Problem, wie Bezirksbürgermeister Schwarz informierte. Doch gelte es, die Parksituation zu verbessern. Weil auch vielen Anwohnern die Möglichkeit fehle, sich entlang der dicht bebauten Kaiserstraße weitere Garagen zu bauen, um so Stellplätze für die eigenen Kraftfahrzeuge zu schaffen.

Ihre derzeitige Tour durch die Stadtteile sieht Oberbürgermeisterin Britz als kompakte Form ihrer sonst nur sommerlichen Stadtteilbesuche: „Nicht in solch großem Rahmen, wenn wir rund vier Stunden lang durch die Stadtteile wandern.“

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