Gwennyn am Lorenzberg: Tanzen mit der Fee aus der Bretagne

Nebel wabert über die in bläuliches Licht getauchte Bühne im Gemeindehaus am Lorenzberg. Die bretonische Liedermacherin Gwennyn wirkt im Dunst wie eine Fee aus einer versunkenen Welt. Ihre ganze Erscheinung zieht die Zuhörer (im leider nicht ausverkauften) Gemeindesaal am Lorenzberg in ihren Bann.

Gwennyn, 1974 in Rennes geboren und am Fuß eines sagenumwobenen Berges aufgewachsen, begeisterte auch am Freitagabend wieder (nach einem umjubelten Konzert im Jahr 2014) mit Liedern, die die Mystik der Kelten mit dem aktuellen Lebensgefühl der Bretonen verbinden. Sie entführt in den Wald von Paimont, in dem der Zauberer Merlin der Fee Morgane begegnet. Sie lässt mit ihrer starken, warmen, sinnlichen Stimme die Geheimnisse und den Zauber der keltischen Sagenwelt lebendig werden, webt einen funkelnden Klangteppich aus den Weisen ihrer Vorfahren und modernen Pop-Rhythmen.

Schließlich gelingt es ihr sogar, die Zuhörer zum Tanzen zu bewegen: "In der Bretagne ", so verrät sie mit einem Augenzwinkern, "wird viel getrunken - und viel getanzt". Sie gibt die Schritte vor und fast alle machen mit: Hand in Hand bewegt man sich im Dreivierteltakt durch den Saal - und dann erlebt man die Lebensfreude der Bretonen selbst, fühlt sich, als sei man in Rennes , Vannes oder Quimper...