Relegation : Aus der Traum von der Bezirksliga

Der SV Schafbrücke ist im Halbfinale der Relegation um den Aufstieg ausgeschieden. Er unterlag den SF Heidstock mit 2:4. Das freut den FC Türkiyem Sulzbach, der dadurch nicht aus der Bezirksliga Saarbrücken absteigen muss.

Der SV Schafbrücke ist zum zweiten Mal nach 2017 in der Bezirksliga-Aufstiegsrunde gescheitert. Die Mannschaft von Trainer Hady Abdeli verlor nach einer 2:0-Führung noch mit 2:4 gegen die SF Heidstock. „Wir hätten die 2:0-Führung über die Zeit bringen müssen“, sagte Abdeli enttäuscht – und stöhnte. Er erklärte:  „Vielleicht haben wir uns die Kräfte nicht richtig eingeteilt. In der letzten halben Stunde hatte ich schon das Gefühl, dass bei dem einen oder anderen die Kraft nachlässt.“

Heidstocks Spielertrainer Marco Lauer strahlte bis über beide Ohren. „Das war eine tolle Aufholjagd“, sagte der 29-Jährige nach dem Halbfinale der Aufstiegsrunde der Vizemeister der Kreisliga A am Sonntag. Die Heidstocker lagen bis zur 62. Minute mit 0:2 zurück. „Wir haben uns von dem Rückstand nicht aus der Ruhe bringen lassen und weiter Fußball gespielt und gekämpft“, analysierte der Übungsleiter zufrieden: „Am Ende war unser Sieg verdient, auch wenn sich das blöd anhört, wenn man so lange zurückgelegen hat.“

Vor etwa 350 Zuschauern in Ritterstraße erwischten die Schafbrücker einen Start nach Maß. In der vierten Minute traf Yannick Trapp nach einem Eckball zum 1:0 für den SV. Dies war gleichzeitig der Halbzeitstand. Auch in der zweiten Halbzeit startete Schafbrücke mit einem Treffer. Julius Oliver Schmid schüttelte in der 53. Minute nach einem Missverständnis in der Heidstocker Defensive im Laufduell einen Gegenspieler ab und vollstreckte zum 2:0.

Ein umstrittener Treffer leitete zehn Minuten später die Wende ein: Nach einer Flanke von Patrick Ewen köpfte Heidstocks Michael Hirtz den Ball an den Innenpfosten. Ob der Ball vor der hinter der Torlinie landete, bevor Schafbrückes Torwart Gianfranco Ferruccio ihn aufnehmen konnte – darüber gab es unterschiedliche Meinungen. Schiedsrichter Vincent Becker entschied auf Tor für Heidstock. „Mein Torwart hat mir versichert, dass er nicht drin war“, erklärte Abdeli. „Ich habe es selbst nicht genau gesehen. Aber wir hatten so ein erfahrenes Schiedsrichtergespann, da gehe ich davon aus, dass die Entscheidung richtig war“, meinte Lauer.

Nur drei Minuten nach dem 1:2-Anschlusstor gelang den Heidstockern der Ausgleich. Janosch Waßmuth zog nach einer Kombination über mehrere Stationen ab. Und das Leder zappelte zum 2:2 im Netz. Zehn Minuten vor Schluss ging Heidstock dann in Führung. Eine scharfe Hereingabe von Patrick Ewen wurde von einem SV-Verteidiger beim Klärungsversuch ins eigene Netz befördert. Sechs Minuten danach machten die Sportfreunde (SF) den Sack zu. Michael Hirtz erlief einen verunglückten Schafbrücker Rückpass zum Torhüter und schob zum 4:2-Endstand ein.

Im Endspiel der Aufstiegsrunde treffen die SF Heidstock am morgigen Mittwoch auf die SF Saarfels. Anstoß in Elm ist um 19 Uhr. Heidstock bemüht sich aber noch um die Verlegung auf 19.30 Uhr. Saarfels besiegte im zweiten Halbfinal-Spiel am Sonntag den SC Roden mit 1:0. Das Tor des Tages erzielte Torjäger Christian Schlossarek, dem in der regulären Saison 38 Treffer gelangen. „Wir haben Saarfels beobachtet. Es ist eine kampfstarke Mannschaft. Aber ich denke, es liegt an uns, ob wir den Aufstieg schaffen oder nicht“, sagte Lauer. Der Sieg seiner Mannschaft lässt übrigens auch den FC Türkiyem Sulzbach jubeln. Der Tabellenvorletzte bleibt in der Bezirksliga Saarbrücken, weil der SV Schafbrücke in der Aufstiegsrunde der Kreisliga-Vizemeister ausgeschieden ist. Die Schafbrücker wären in die Bezirksliga Saarbrücken gekommen. Das dortige Schlusslicht FC Neuweiler steigt in jedem Fall ab.

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