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Vollsperrung überlastet den Fahrrad- und Fußgängerweg

St Johann. Der ADFC fordert eine bessere Lösung für Radfahrer red

Auf Grund der Sperrung des Meerwiesertalweges infolge eines Wasserrohrbruchs benutzen wesentlich mehr Fußgänger und Radfahrer als üblich den Fußweg neben der Straße zur Universität. Die kurzfristig eingeführten Pendelbusse haben die Fußgängerfrequenz auf dem Gehweg noch weiter erhöht. Am Mittwochabend, 19. April, kam es bereits zu einem ersten Unfall zwischen einer Radfahrerin und einem Fußgänger, da sich nun mehr Fußgänger und Radfahrer den Gehweg teilen müssen.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) fragt sich, warum die Chance einer zwischen Waldhausweg und Sportschule komplett gesperrten Fahrbahn nicht temporär dazu genutzt wird, Fuß- und Radverkehr zu trennen.

Die wenigen Baustellenfahrzeuge, die auf der Straße unterwegs sind, seien nur ein Bruchteil des hohen Autoverkehrs, der sonst den Radfahrern zugemutet werde, wenn sie den Meerwiesertalweg nutzen. Auf dem Gehweg dürfen Radfahrer nämlich seit einiger Zeit nur noch in Schrittgeschwindigkeit unterwegs sein. Das Ordnungsamt hat den früheren Geh-Radweg aufgehoben und zu einem reinen Gehweg gemacht, der von Radfahrern mitbenutzt werden darf. "Mit etwas Kreativität und Einsatzwillen wäre es möglich, hier für die Bauphase eine gute Lösung hinzubekommen", sagt ADFC-Vorstandssprecher Thomas Fläschner. Für Radfahrer sei das Fahren auf dem Gehweg wegen der vielen Fußgänger momentan äußerst unkomfortabel und für alle nicht ungefährlich, wie der jüngste Unfall zeige.

"Man will ja schließlich auf einer Hauptroute des Radverkehrs auch nicht alle drei Meter jemanden anklingeln müssen", sagt Fläschner. Insgesamt sieht der ADFC die Notwendigkeit, dass das Saarbrücker Ordnungsamt sich zukünftig mehr um eine fahrradfreundliche Baustellengestaltung kümmern müsste. Die "Baustellenverkehrsführung" ist schließlich auch Bestandteil des Maßnahmenpakets des neuen Verkehrsentwicklungsplans (VEP) der Landeshauptstadt Saarbrücken und insofern ernst zu nehmen, sagt Fläschner.

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