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Steiler Weg auf dem Eschberg ist für Jung und Alt ein Problem

Steiler Weg auf dem Eschberg ist für Jung und Alt ein Problem

Für Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind oder einen Kinderwagen schieben müssen, sind manche Wege auf dem Eschberg ein Hindernis. Darauf machten Bürger während eines Rundgangs aufmerksam. Dazu hatte die Stadtverwaltung eingeladen.

Wie viele Mitbewohner des Egon-Reinert-Hauses, dem Seniorenheim auf dem Eschberg, liebt es Marianne Burgard, das schöne Wetter im Freien zu genießen. Zwar ist die Seniorin nicht mehr gut zu Fuß, dennoch geht sie gerne in den nahen Eschberg-Park. Und zwar mithilfe eines Rollstuhls, mit dem sie einen Teil des Parks auch bequem erreicht. Die Topographie des Eschbergs bringt es aber mit sich, dass es immer irgendwo bergauf oder bergab geht - das bringt nicht nur für Rollstuhlfahrer Probleme. Auch wer mit Rollator, Stock oder mit einem Kinderwagen unterwegs ist, muss seine Route genau planen.

Genau das taten auch das Amt für soziale Angelegenheiten und die "Senioren im Quartier Eschberg" am Donnerstagnachmittag. Sie hatten zu einer ersten Stadtteilbegehung eingeladen. "Wir sind auf Ihre Erfahrungen und Hinweise angewiesen", sagte Amtsleiter Guido Freidinger, vor dem Start des Rundgangs im Café Kontakttreff der Lebenshilfe am Brandenburger Platz.

Das erste Hindernis war schon bald erreicht. Wer zum Beispiel vom Kontakt-Café über den direkten Weg in den nahen Eschberg-Park will, stößt auf einen gut gepflasterten Weg, der allerdings viel zu steil ist. Jedenfalls für Marianne Burgard. Sie ist darauf angewiesen, dass ein Begleiter ihren Rollstuhl schiebt. Der Weg bergab hat auch seine Tücken. Gleich mehrere Seniorinnen kommen der Gruppe mit Rollatoren entgegen. Die Angst ist groß, dass es dann bergab irgendwann zu schnell wird. Den steilen Abschnitt zu umgehen, ist ohne einen größeren Umweg nicht möglich. Dann müssten Gehbehinderte auf Wege mit feinem Splitt-Belag ausweichen, die bei Nässe schnell matschig werden.

Übrigens haben auch junge Leute so ihre Probleme. Fabrice Podevin muss sich bergauf schon mächtig gegen den Kinderwagen stemmen, um mit Baby Mathilda die Steigung zu erklimmen. Burgard meint: "Der Weg müsste in Serpentinen nach oben führen." Auf dem fast ebenen Weg vom Egon-Reinert-Haus oberhalb der Kirche vorbei in den Park ist an diesem Donnerstagnachmittag viel los. Hier notieren Freidinger und sein Team, dass sich die Passanten mehr Sitzbänke wünschen. Vor allem an Stellen, an denen man bei gutem Wetter bis weit in die Stadt blicken kann. Von den vorhandenen Bänken aus endet die Aussicht meist an der Betonwand der Kirche. Einige Steigungen, die etwa vom Park zum Eschberger Hof führen, werden auch noch inspiziert, ebenso die Danziger und Stettiner Straße.

Bei einem zweiten Eschberg-Rundgang geht es am Montag, 4. Mai, um das Areal zwischen Schlesienring und Graf-Stauffenberg-Straße, Treffpunkt und Ziel stehen noch nicht fest.